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Hannover Landesmuseum richtet ersten Escape Room ein
Nachrichten Hannover Landesmuseum richtet ersten Escape Room ein
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10:51 09.04.2018
Sie wil das Geheimnis lüften – und hofft auf Hilfe. Franziska Stelling schlüpft in die Rolle der Konventualin. Quelle: Dröse
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Hannover

 Eine junge Frau in Ordenstracht öffnet die Tür. Sie steht vor einer schweren Aufgabe. Niemand Geringerem als dem Prinzregenten Georg IV. soll sie helfen, weltweit einmalige Schätze aus den Klöstern seines Herrschaftsbereichs für die Zukunft zu sichern. Die Hinweise, wie das gelingen kann, sind in einem knapp 40 Quadratmeter großen, kapellenartigen Raum versteckt. Und die Konventualin hat nicht mal eine Stunde Zeit, um die Rätsel um die Reichtümer zu lösen.

So spannend lässt sich die Geschichte der Klosterkammer Hannover erzählen – und erleben. Denn Besucher des Landesmuseums können selbst mithelfen, den Dingen auf den Grund zu gehen – in einem Escape Room. Im Rahmen der Sonderschau zum 200-jährigen Jubiläum der Kammer, die den kulturhistorischen Besitz der Frauenklöster im heutigen Niedersachsen verwahrt, setzt das Museum zusätzlich auf eine besondere Form der Wissensvermittlung. Um die komplexen Zusammenhänge rund um die Kammergründung anno 1818 zu erklären, haben die Ausstellungsmacher den Trend aufgegriffen, Menschen in geschlossenen Räumen zusammenzubringen, um sie dort als lebende Figuren in einem fiktiven Abenteuerspiel antreten zu lassen.

„Ein Escape Room ist ein für Museen sehr passendes und innovatives Vermittlungsangebot“, sagt Direktorin Katja Lembke. Gleichwohl ist zuvor noch niemand auf die Idee gekommen, den Besuchern historische Inhalte auf diese Weise nahezubringen: Einen solchen Rätsel-Raum gib es in keinem anderen deutschen Museum.

Bewerkstelligt wird die 45-minütige Reise in die Vergangenheit mithilfe der Firma Escape Nienburg, die auf das Erfinden von Rätselgeschichten und das passende Einrichten von Escape Rooms spezialisiert ist. Das Exemplar im Landesmuseum haben Alexaner Mietz und sein Geschäftspartner Artur Hammerschmidt in Anlehnung an eine Kapelle konzipiert. Sie wollen die Besucher in die Zeit des Welfenregenten Georg IV. versetzen, der kurz vor der Gründung der Klosterkammer steht – und erleben muss, dass geheimnisvolle Mächte versuchen, dies zu verhindern.

Es gibt einen Beichtstuhl, einen Altar, Buntglasfenster und eine Madonnenskulptur. Ein Schwert steht im Raum, eine Bibel und dicke wissenschaftliche Werke liegen bereit. In schweren Truhen finden sich weitere wichtige Artefakte, die dabei helfen, das Geheimnis um die uralten Klosterschätze zu lösen – wenn sich der passende Schlüssel finden lässt.

„Verraten wollen wir noch nicht zu viel, schließlich soll es für die Besucher spannend bleiben“, sagt Mietz. Doch ein Geheimnis darf schon gelüftet werden: Die junge Frau, die in die Rolle der Konventualin schlüpft, heißt Franziska Stelling und ist eine Mitarbeitein von Escape Nienburg.

Der Escape-Room öffnet zeitgleich mit der Sonderschau „Schatzhüterin –200 Jahre Klosterkammer“ am 20. April. Der Eintritt kostet 25 Euro, in dem Betrag ist der Ausstellungseintritt von 10 Euro enthalten. Maximal sechs Personen können an der 45-minütigen Rätselrunde teilnehmen. Vor allem am Wochenende empfehlen sich Voranmeldungen. Mehr Informationen unter www.escape-landesmuseum.de. 

Von Juliane Kaune

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