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Hannover Wirtschaft soll nachhaltiger werden
Nachrichten Hannover Wirtschaft soll nachhaltiger werden
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00:19 16.07.2018
Setzt auf nachhaltiges Wirtschaften: Die Leibniz-Universität mit dem Fachbereich Chemie (Bild). Quelle: Nancy Heusel
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Hannover

Die Entscheidung über die besonders prestigeträchtigen und gut geförderten Exzellenzcluster steht noch aus. Bund und Länder unterstützen mit ihrer Exzellenzstrategie Wissenschaftlergruppen, die bereits jetzt Spitzenforschung liefern. Doch im Windschatten hat die Leibniz-Universität jetzt mit Partnern einen anderen neuen Forschungsschwerpunkt vorbereitet. „Wir wollen die chemische Industrie umweltfreundlicher machen“, beschreibt Professor Thomas Scheper, Leiter des Instituts für Technische Chemie. Angesichts des Wegschmelzens endlicher Rohstoffe wie Erdöl oder Seltene Erden, die in jedem Handy stecken, setzt das Bundesministerium für Forschung verstärkt auf nachhaltiges und umweltschonendes Wirtschaften. Die Rede ist von einem branchenübergreifenden Strukturwandel. Damit Ergebnisse aus der Forschung schneller in Unternehmen ankommen, hat der Bund eine neue Förderung aufgelegt mit dem sperrigen Titel Innovationsräume Bioökonomie.

Es geht um viel Geld: Das Bundesforschungsministerium will jeden Verbund mit bis zu 20 Millionen Euro in fünf Jahre fördern. Die Leibniz-Uni hat die erste Hürde genommen. 13 Gruppen sind noch im Rennen, fünf bis sieben will der Bund fördern. „Wir wollen das durchziehen, selbst wenn wir nicht ausgewählt werden“, sagt Scheper. In dem Projekt namens „Bio-Digit“ sollen Firmengründungen vorangetrieben, aber auch Schüler für zukunftsträchtige Berufe in der Biochemie und Biomedizin motiviert werden. „Lehrer sind bei dem Thema oft skeptisch. Wir wollen Kinder, auch aus nichtakademischen Haushalten begeistern“, kündigt Professorin Stefanie Heiden von der Universität Osnabrück an.

Mit im Boot sind verschiedene Hochschulen, Einrichtungen und auch Firmen wie die Medizinische Hochschule Hannover, die Hochschule für Musik und Theater, die Deutsche Messe AG und die Industriegewerkschaft Bergbau Chemie und Energie (IGBCE). Digitale Plattformen sollen dabei helfen, Forscher und Unternehmen zusammenzubringen, Forschungsdaten für verschiedene Zwecke nutzbar zu machen und die Bevölkerung einzubeziehen. „Wir wollen wissen, was Bürger sich erhoffen und welche Ängste sie mit dem Themenfeld verknüpfen“, erklärt Prof. Scheper. Die Musikhochschule mit ihrem Bereich Journalistik und Öffentlichkeitsarbeit will diesen Part übernehmen.

Von Bärbel Hilbig

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