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Hannover Lose-Laden zieht an den Pariser Platz
Nachrichten Hannover Lose-Laden zieht an den Pariser Platz
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12:15 11.10.2018
Im Lose-Laden in der Südstadt werden die Waren in patentierten Spendern angeboten – das wird in Linden genauso sein. Quelle: Frank Wilde
Linden-Mitte

Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Auch Linden bekommt jetzt einen Lose-Laden. Das Geschäft, in dem Michael Albert künftig unverpackte Waren verkaufen will, wird allerdings nicht – wie ursprünglich geplant – an der Limmerstraße in Linden-Nord zu finden sein, sondern in Linden-Mitte am Pariser Platz. „Ich bin ganz begeistert von dem neuen Standort“, sagt der Öko-Unternehmer, der bereits am Südstädter Stephansplatz seinen Laden Lola betreibt, in dem nur Lebensmittel und Kosmetikprodukte ohne Verpackung angeboten werden.

Eigentlich wollte Albert im Oktober an der Limmerstraße neben der Rossmann-Filiale den zweiten Lose-Laden eröffnen. Der Mietvertrag lag ihm bereits vor. „Doch ich habe zu lange mit der Unterschrift gezögert“, gibt der 58-Jährige zu. Er habe noch eine Nutzungsänderung für die Räume beantragen wollen, erklärt er. Der Vermieter habe aber nicht mehr länger warten wollen, die mündliche Vereinbarung platzte, und Albert musste sich auf die Suche nach neuen Räumen machen. Die hat er nun in der Teichstraße 1 gefunden – in dem Ladenlokal, in dem zehn Jahre das Dessous-Geschäft Damenwahl ansässig war, das direkt an den Pariser Platz grenzt.

Der Loseladen Lilola zieht an den Pariser Platz. Quelle: Kaune

Lilola soll Alberts neuer Laden dort heißen, vermutlich im Laufe des November will er eröffnen. Mit 115 Quadratmetern ist das Lindener Geschäft etwas größer als das Vorbild in der Südstadt. Das Konzept bleibt gleich: Es werden alle Waren in patentierten Spezialbehältern aus Holz, Glas und Edelstahl zum Selbstabfüllen angeboten – von haltbaren Lebensmitteln wie Mehl, Nudeln und Reis über Frischwaren wie Käse oder Wurst bis zu Shampoo und Körperlotion. Die Kunden bringen ihre eigenen Gefäße von zu Hause mit, der Inhalt wird abgewogen und bezahlt.

Gut 110 000 Euro will Albert in seine neue Dependance in Linden-Mitte investieren. Über eine Crowdfunding-Aktion im Internet kamen exakt 18 648 Euro Investitionskapital zusammen. Zudem habe er etwa 95 000 Euro in Form von Spenden und Krediten von Privatleuten erhalten, berichtet der Geschäftsmann erfreut. „Nun brauche ich keinen weiteren Bankkredit mehr aufzunehmen“, erklärt Albert, der am Pariser Platz acht Beschäftigte einstellen will. Ebenso viele Mitarbeiter gehören bereits zum Team am Stephansplatz.

Im Lilola wird es auch eine Milchzapfanlage geben, wie sie schon am Stephansplatz zu finden ist. Albert will zudem erstmals eine Nussmusmaschine zur Selbstbedienung aufstellen. Sie verarbeitet Nüsse zu Brei, um zum Beispiel Erdnussbutter oder Mandelcreme herstellen zu können. Auch Ersatzmilch, etwa aus Soja oder Mandeln, will der Unternehmer mithilfe der Maschine produzieren. Bei entsprechender Nachfrage ist die Maschine für den Dauerbetrieb geeignet: Sie schafft 80 bis 100 Kilogramm Mus pro Stunde.

Von Juliane Kaune

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