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Hannover MHH-Mitarbeiter wird versetzt – und klagt
Nachrichten Hannover MHH-Mitarbeiter wird versetzt – und klagt
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00:18 07.10.2017
Von Michael Zgoll
Quelle: Eberstein
Hannover

Ein langjähriger Mitarbeiter der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) kämpft seit drei Jahren darum, wieder an seinen alten Arbeitsplatz zurückkehren zu dürfen. Drei Urteile von Arbeitsgericht Hannover und Landesarbeitsgericht Niedersachsen hat Ingo Jérôme - von 2011 bis 2014 organisatorischer Leiter des Skills Lab der MHH - inzwischen erwirkt, alle sind zu seinen Gunsten ausgefallen. Doch die Hochschule will den 53-Jährigen offenkundig nicht mehr als Skills Lab Manager arbeiten lassen.

Jérôme arbeitet seit 1991 an der MHH, viele Jahre als Pfleger und als Anästhesie- sowie Intensivpfleger, dann fünf Jahre als Studienbetreuer im Studiendekanat und schließlich im Skills Lab. In diesem Trainingslabor lernen Medizinstudenten an Puppen und Modellen. Als es mit einer Ärztin und einer Diplompädagogin im Leitungsteam der Lehreinrichtung zu Reibereien kam, wurde der Organisationschef in die Zahnklinik versetzt. Doch empfand Jérôme dies als Degradierung, da er dort keine Leitungsfunktion ausübte und sich unterfordert fühlte.

Im Juli 2015 verurteilte das Arbeitsgericht das Land und MHH, „den Kläger zu unveränderten Arbeitsbedingungen als Angestellter des Skills Lab mit dem Aufgabenbereich Organisatorische Leitung zu beschäftigen“.

Die MHH reagierte, aber anders als erwartet: Sie versetzte den aufmüpfigen Mitarbeiter - damals noch zu 30 Grad schwerbehindert, inzwischen zu 50 Grad - auf einen neuen Arbeitsplatz in einer Stabstelle Pflege. Daraufhin kassierte die Hochschule im April 2016 das nächste Urteil, eine Berufung wurde abgelehnt.

Für Ingo Jérôme ist sein unermüdliches Ringen um den Skills-Lab-Job noch aus einem anderen Grund gerechtfertigt: Als schwerbehinderter Mitarbeiter im öffentlichen Dienst dürfe er nicht ohne zwingende Gründe und gegen seinen Willen versetzt werden. Offenkundig sieht sich der 53-Jährige als Mobbingopfer. Die MHH möchte sich nicht zu dem langjährigen Konflikt äußern.

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