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Hannover Darum sterben gerade so viele Maikäfer
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15:57 24.04.2018
Nicht nur in der List liegen zahlreiche tote Maikäfer auf den Gehwegen. Quelle: Hellerling 
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Hannover

 Sie liegen auf Gehwegen, unter Bäumen, auf Grasflächen und auf den Straßen: Zur Zeit findet man Hunderte tote Maikäfer in Hannover und dem Umland. Doch was zunächst nach einem unnatürlichen Massensterben aussieht, hat eine ziemlich einfache Erklärung. 

„Dass so viele tote Maikäfer herumliegen, liegt an der Witterung und sieht natürlich sehr dramatisch aus“, erklärt Ökologe Arnim Blöchl von der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Anfang April würden Maikäfer normalerweise beginnen zu schlüpfen. Fast vier Jahre zuvor verbringen sie als Maikäferlarven – sogenannte Engerlinge – im Boden, wo sie sich entwickeln. In diesem April sei es allerdings noch viel zu kalt für die Maikäfer gewesen. „Jetzt ist es mit einem Schlag so warm geworden, dass fast alle Käfer gleichzeitig geschlüpft sind – sie sind dann auch alle auf einmal los geflogen und haben sich gepaart“, sagt Experte Blöchl. 

Kurzes Leben als männlicher Maikäfer

Kurz nach der Paarung sterben die Maikäfer-Männchen. „Sie sind ganz leicht an ihren dicken Fühlern und einem spitzen Abdomen zu erkennen“, sagt Blöchl. Laut dem Experten findet man momentan vor allem die verstorbenen Männchen. „Die Weibchen sind erst noch mit der Eiablage beschäftigt, dann werden sie aber auch sterben“, so Blöchl. Ein Baum oder ein Grünstreifen mit feuchter Erde reiche den Maikäfern zum Paaren und Eierlegen völlig aus. Sie kommen deshalb nicht nur auf dem Land, sondern genau so häufig in Städten vor. 

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