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Hannover So war das Maikäfertreffen
Nachrichten Hannover So war das Maikäfertreffen
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00:29 04.05.2018
Das Maikäfertreffen ist eine in vielerlei Hinsicht eine bunte Veranstaltung. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

 Aus den Lautsprechern erklingt zeitgenössische Musik – für die Fans des VW Käfer gehört etwa der Song „Dune Buggy“ von den Oliver Onions aus dem Jahr 1974 in diese Kategorie. Ein Auto nach dem anderen rollt auf die Bühne für den „Show&Shine-Wettbewerb“, alle im glänzenden Lack und vom Moderator locker-flockig präsentiert. Die Jury, die hier die besten Fahrzeuge prämieren soll, hat es schwer.

Das Maikäfertreffen auf dem Messeparkplatz Ost ist längst eine Institution. Erik Pedersen aus Herning in Dänemark etwa war zum ersten Mal 1996 in Hannover. „Ich komme schon allein deshalb, weil ich Freunde und Gleichgesinnte treffe“, sagt er. Dieses Mal ist er mit einem VW Käfer Baujahr 1958 angereist, dessen äußeres Erscheinungsbild im Frontbereich Laien mangelnde Pflege vermuten lässt. „Das ist kein Rost, das ist Patina. Es soll so bleiben“, erklärt der muntere Däne.

Nebenan poliert Marvin Hörner seinen Mexiko-Käfer, der eine weite Anfahrt vom Bodensee hinter sich hat und dessen Glanz nicht durch Blütenstaub aus der Luft beeinträchtigt werden soll. Das Modell sieht aus, als habe es hinten einen Achsenbruch erlitten. Stimmt nicht: „Da ist ein Airride eingebaut. Damit kann man tiefergelegt fahren und noch tiefergelegt stehen“, sagt Hörner. Per Knopfdruck lässt sich der Wagen höher und tiefer pumpen. 

Die Käfer, in allen nur denkbaren Farben lackiert, sind eindeutig in der Mehrzahl. Aber auch ein anderes Kultauto aus der VW-Familie ist zahlreich vertreten. Der Bulli hat ja in Hannover so etwas wie ein Heimspiel. Insgesamt sind in diesem Jahr 2200 Fahrzeuge zu bewundern, rund 12.000 Besucher nehmen die Gelegenheit wahr. Das sind merklich weniger als im vergangenen Jahr. „Die fehlende Sonne hat uns einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt Organisator Henry Hackerott, der die Wetterabhängigkeit schon kennt und deshalb trotzdem zufrieden ist.

Es geht nicht nur im sehen und zeigen, sondern auch um fachsimpeln und hökern. Das findet vor allem auf dem Teilemarkt statt, der mit seinen mehr als 100 Ausstellern, teils privat, teils gewerblich, so ziemlich alles bietet, was erforderlich wäre, wollte man sich selbst ein komplettes Auto zusammenzuschrauben. Arne Reckermann aus Ahlen ist mit seinen Freunden vom heimischen Bulli-Klub gekommen. „Ich suche nichts bestimmtes, aber wenn ich etwas finde, was ich gebrauchen kann, greife ich zu“, sagt der Autobastler. Nicht ausgeschlossen, dass genau das passiert.

Von Bernd Haase

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