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Hannover Mehr Kontrolle bei Radweg-Baustellen gefordert
Nachrichten Hannover Mehr Kontrolle bei Radweg-Baustellen gefordert
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00:16 05.06.2018
„Seit drei Jahren ein Provisorium“: HAZ-Leser ärgern sich über defektes Pflaster wie hier in der Kurve von der Andreaestraße zur Schillerstraße. Quelle: privat
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Hannover

Nach Bauarbeiten werden Radwege oft nur provisorisch mit Asphalt verschlossen – und der Pfusch bleibt dann zuweilen lange bestehen, weil die Stadt mit den Kontrollen nicht hinterherkommt. Nach einem Bericht der HAZ in der vergangenen Woche haben sich zahlreiche Leser gemeldet und ähnliche Schadstellen beschrieben. Einen besonders krassen Fall aus der Innenstadt kritisiert Hans-Gerd Martens. „Mit großem Aufwand wurde vor einigen Jahren die Kurve Andreaestraße/Schillerstraße gepflastert. Kaum fertig, wurde die Pflasterung aufgerissen, einige Zeit später noch einmal. Seit mindestens drei Jahren schandelt der Zustand vor sich hin“, schreibt er. Die Stadtverwaltung bestätigt den Vorgang. Im Zuge einer geplanten Erneuerung der Schillerstraße würde die seit Jahren bestehende Schadstelle nun irgendwann mit behoben.

Das Thema mangelnder Baustellenaufsicht hat auch den Bezirksrat Linden-Limmer in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt. Die Politiker dort haben interfraktionell mehr Kontrolle durch die Stadt gefordert. Im Zweifel müsse sie selbst die Schäden reparieren und dies den Baufirmen in Rechnung stellen.

Anlass für die Lindener Kommunalpolitiker waren monatelange Baustellen auf dem Radweg der Fössestraße. Dort hatte die Bauabteilung von Enercity im Auftrag von HTP zahlreiche Löcher zwischen Küchengarten und Kötnerholzweg gegraben und sechs Monate lang offen gelassen – während des gesamten Winters zudem nachts unbeleuchtet, wie Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube kritisch anmerkt. Der Bezirksrat beschloss parteiübergreifend, dass die Stadt solche Baustellen besser kontrollieren soll und, falls die Baufirmen sich nicht kümmern, selbst die Löcher verschließen soll, auf Kosten der Verursacher.

Hintergrund ist, dass die Stadt etlichen Firmen Generalvollmacht erteilt hat, kleine Baustellen einzurichten. Sie müssen dies eigentlich anzeigen, kommen dem aber offenbar häufig nicht nach, und die Stadt schafft es personell auch nicht, die Fertigstellung zu kontrollieren. Damit müsse Schluss sein, fordert der Bezirksrat. Die Stadt hat vier Monate Zeit, dazu Stellung zu nehmen.

Kuriosität am Rande: Unmittelbar vor der Bezirksratssitzung wurden die Löcher im Radweg der Fössestraße verschlossen. Manchmal kann es eben doch alles sehr schnell gehen.

Von Conrad von Meding

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