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Hannover So will ein Hellseherpaar Hannover verzaubern
Nachrichten Hannover So will ein Hellseherpaar Hannover verzaubern
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00:15 15.10.2017
Von Uwe Janssen
„Die Magie geschieht in den Köpfen und Händen der Zuschauer“: Thommy Ten steht bis zu 400-mal pro Jahr auf der Bühne. Quelle: Konoix
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Hannover

"Die Deutschen sind zurückhaltend. Man muss sie erst erobern.“ Sagt Amélie van Tass und meint damit „die Deutschen“ als Zuschauer bei Zaubershows, in denen man eventuell Teil der Vorführung werden kann. Amélie van Tass und ihr Partner Thommy Ten arbeiten genau mit dieser Methode, als Mentalmagier versuchen sie gerade, Deutschland auf einer Tournee zu erobern.

Vergleiche haben sie schon genug, vor allem mit dem Publikum in den Vereinigten Staaten. Dort haben die beiden Österreicher den Durchbruch schon geschafft. In Las Vegas oder am Broadway haben sie sich, ausgelöst durch landesweite Fernsehshows, als „Clairvoyants“, als Hellseher, einen Namen gemacht. „Die Magie geschieht eigentlich nicht bei uns auf der Bühne, sondern in den Köpfen und Händen der Zuschauer“, sagt Thommy Ten, der eigentlich Thomas Höschele heißt und beruflich in der Kommunikationsbranche angefangen hat, was ihm heute hilft. „Die Verbindung zwischen Menschen hat mich immer interessiert.“

Für jemanden, der sich als Kind - ja, tatsächlich - mit einem Zauberkasten an die Kunst der Magie herangetastet hat, blieb quasi nur das Gedankenlesen als Hauptberuf. Einer, von dem er mittlerweile gut leben kann. Mit seiner Bühnenpartnerin, die inzwischen auch privat an seiner Seite ist.

Die beiden pendeln zwischen ihren Wohnsitzen in Österreich und Los Angeles, sind aber eigentlich mit Hund Koni immer unterwegs. Das Praktische an Mentalmagie: „Wir können überall üben“, sagt Amélie van Tass, mit bürgerlichem Namen Christina Gruber. Bis zu 400 Shows im Jahr haben sie schon gespielt, mittlerweile ist es etwas weniger geworden, dafür häufen sich Fernsehauftritte, die für wenig Sendezeit viel Vorbereitung brauchen. Castingshows gehören seit Jahren dazu, zunächst in Österreich, dann in Deutschland und 2016 bei „America‘s Got Talent“, was die Sache in den USA noch mal richtig in Schwung brachte.

Mittlerweile sind sie Weltmeister der Mentalmagie, es geht ziemlich steil bergauf. Das Programm ändert sich im Kern nur marginal, geht es doch letztlich immer darum, dass „Amélie fühlt, was ich fühle“. Doch es werde ständig an dem „Main act“ weitergefeilt, seit sechs Jahren mittlerweile, denn jeden Abend sind neue Zuschauer Teil des Programms. Auf die gelte es zu reagieren, manchmal mit Umwegen, manchmal mit Umwegen von Umwegen. Das sei, sagt van Tass, anfangs gerade auf Englisch eine Herausforderung gewesen.

Die akribische Arbeit der beiden hat sich in der amerikanischen Zauberszene längst rumgesprochen. Man trifft ab und zu David Copperfield oder Siegfried. Dass deshalb alles von allein geht, ist aber die größte Illusion von allen. Nun ist das deutsche Publikum dran. Und das will schließlich erst erobert werden.

Live: Am 31. Oktober im Theater am Aegi. Karten an den HAZ-Ticketshops und auf haz.de/tickets.

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