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Hannover Aha verzeichnet Millionenloch in der Kasse
Nachrichten Hannover Aha verzeichnet Millionenloch in der Kasse
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00:39 17.06.2018
Der Abfallwirtschaftsbetrieb bräuchte eigentlich mehr Geld, um Rücklagen für die Deponien aufzubauen. Quelle: Stratenschulte
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Hannover

Der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha hat deutlich weniger Geld in der Kasse als geplant. Eigentlich hatte das Unternehmen im Gebührenhaushalt für die Müllabfuhr für das vergangenen Jahr einen Überschuss von rund 10 Millionen Euro eingeplant, um damit einen Puffer für Kostensteigerungen zum Beispiel bei den Lohnkosten zu bilden. Allerdings fällt der Überschuss mit nur 2,8 Millionen Euro deutlich bescheidener aus, als erwartet. Es müsse jetzt darüber nachgedacht werden, wie gespart werden könne, sagte Aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz am Donnerstag im Anschluss an eine Sitzung des Abfallwirtschaftsausschusses der Region.

Gebührenerhöhungen sind erst wieder ab dem Jahr 2020 möglich. Zuletzt hatte die Regionsversammlung die Müllgebühren ab dem Jahr 2017 um durchschnittlich 14,5 Prozent erhöht. Sparpotential gibt es nach Angaben von Schwarz bei der Abholung des Mülls. Wenn nicht mehr der gesamte Müll in den einzelnen Städten und Gemeinden an einem Tag abgeholt werden würde, könnte das die Kosten senken. Eine andere Möglichkeiten wäre, Wagen nur noch mit Fahrer loszuschicken, der die Tonnen mit einer Hebevorrichtung entleert, ohne dass der Fahrer aussteigen muss.

Grund für den Einbruch beim Ergebnis sind zu einem unerwartet hohe Personalkosten und Schwierigkeiten beim Aufbau von Rücklagen für die drei Mülldeponien in Hannover-Lahe, Burgdorf und Wunstorf-Kolenfeld, berichtete der Aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz. Durch die niedrigen Zinsen könne das nötige Vermögen nicht so komfortabel angespart werden, meinte er. Deshalb seien die Aufwendungen für die Deponienachsorge 5 Millionen Euro höher, als zunächst eingeplant.

Nach einem Expertengutachten sind für die drei Deponien bis zum Jahr 2071 insgesamt 583 Millionen Euro nötig, zum Beispiel für Entgasungsanlagen oder neue Kläranlagentechnik. Allein die Abdeckung der Deponie in Burgdorf koste 18 Millionen Euro. „Es stellt sich die grundsätzliche Frage, ob wie das Geld ansparen wollen, oder ob wir die Kosten unsern Kindern aufbürden wollen“, sagte Schwarz nach der Sitzung. Darüber müsse die Politik jetzt diskutieren. Vermutlich werde dabei ein Mittelweg gefunden.

Nicht eingeplante Personalkosten im vergangenen Jahr in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro hätten mit dem zusätzlichen Service von Aha zu tun. Die rund 50 Mitarbeiter seien unter anderem mit der häufigen Umbestellung des Müllvolumens der Aha-Kunden beschäftigt. Dieser Service werde stark genutzt und sollte aufrecht erhalten werden, meinte Schwarz.

Von Mathias Klein

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