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Hannover Ahmadiyya-Gemeinde pflanzt Baum im Maschpark
Nachrichten Hannover Ahmadiyya-Gemeinde pflanzt Baum im Maschpark
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00:21 11.11.2018
Gruppenbild mit Dame und Baum: Von der hannoverschen Ahmadiyya-Gemeinde Ahmad Imtiaz (v. l.), Afzal Raja, Antje Laufer vom Grünflächenamt, OB Stefan Schostok sowie Rafique Khawaja aus der Frankfurter Ahmadiyya-Zentrale. Quelle: Foto: Michael Wallmüller
Mitte/Stöcken

Bis zu 20 Meter hoch und 100 Jahre alt kann der Silberahorn werden, den die hannoversche Ahmadiyya-Gemeinde gemeinsam mit Oberbürgermeister Stefan Schostok im Maschpark gesetzt hat. Es solle eine „Geste der Freundschaft und des Friedens“ sein, sagte Rafique Khawaja aus der Frankfurter Ahmadiyya-Zentrale, die das Projekt angestoßen hat. Bundesweit seien schon 650 Bäume gespendet worden, zwei davon direkt am Reichstag. Man freue sich, dass auch in Hannover ein prominenter Platz gefunden wurde.

Darf jetzt jede hannoversche Einrichtung im denkmalgeschützten Maschpark öffentlichkeitswirksam Bäume stiften? „Nein“, sagt die städtische Grünflächenmanagerin Antje Laufer. Weil aber im Park ein historisch verbürgter Baum gefehlt habe, sei das Spendenangebot der Gemeinde sehr willkommen gewesen. Geschätzt 3000 Euro habe der Baum gekostet.

Die Ahmadiyya ist eine 1880 gegründete Islam-Religion, die sich selbst als Reformer begreift und daher vielfach verfolgt wird. In Hannover hat sie gut 400 Gläubige und betreibt in der Stöckener Schwarzen Heide die einzige örtliche Moschee mit Minarett und Kuppel. Schostok lobte das Engagement der Gemeinde. An Neujahrestagen wird symbolisch Silvestermüll weggefegt, seit 2016 spendiert die Ahmadiyya einmal monatlich eine warme Mahlzeit in einer Flüchtlingsunterkunft, derzeit macht sie sich für ein Stadtteilzentrum in der Schwarzen Heide stark und sammelt Geld. Die Baumspende habe einen hohen symbolischen Wert, deshalb habe sich die Stadt entschieden, den ältesten Bürgerpark Hannovers dafür zur Verfügung zu stellen: „Es ist nicht irgendein Platz“, sagte der OB und erinnerte an den Gartenbaumeister Julius Tripp, der mit Silberahornen aus Nordamerika Exotik nach Hannover bringen wollte.

Frauen waren bei der Ahmadiyya-Aktion nicht zugegen: Die Spende sei eine Aktion der von Ahmad Imtiaz geleiteten Herren-ab-40-Gruppe der Gemeinde, sagte Ahmadiyya-Regionalchef Mohamed Afzal Raja. Die Frauen betrieben ihre eigenen Projekte. Auf einem Transparent zeigte die Gemeinde ihren Leitspruch „Liebe für alle, Hass für keinen“. Khawaja sagte, ein Baum werde stark, bilde Wurzeln, spende Schatten und trage Früchte – er sei daher das ideale Symbol für eine Freundschaftsgeste.

Von Conrad von Meding

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