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Hannover CDU ist gespalten bei Stadtbahnverlängerung
Nachrichten Hannover CDU ist gespalten bei Stadtbahnverlängerung
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18:19 12.07.2018
Um die Verlängerung der Linie 10 gibt es politische Diskussionen. Quelle: Jan Philipp Eberstein 2016. All Rights Reserved.
Hannover

Die Idee von Grünen und FDP, die Stadtbahnlinie 10 bis nach Seelze-Süd zu verlängern, um dadurch einen Stadtbahnanschluss für die künftige Wasserstadt Limmer zu ermöglichen, wird in der Kommunalpolitik heiß diskutiert. Die Seelzer CDU ist angetan. Man begrüße die Stadtbahnverlängerung ausdrücklich, sagt der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Gerold Papsch. Jetzt wolle die CDU das Gespräch mit den anderen hannoverschen Parteien suchen. In der Regionsversammlung bleibt die CDU zurückhaltend. „So etwas ist erst in 20 Jahren möglich“, meint CDU-Verkehrsexperte Eberhard Wicke. Um die Wasserstadt an den öffentlichen Nahverkehr anzuschließen, brauche man eine mittelfristige Lösung. Wicke schlägt einen Shuttlebus vor.

Auf die Idee einer Stadtbahnverlängerung Richtung Seelze-Süd sind Grüne und FDP verfallen, weil sie sich davon mehr Fahrgäste für die Linie 10 versprechen. Dann könnte es auch wirtschaftlich sein, eine Abzweigung Richtung Wasserstadt zu bauen. „Das muss man durchrechnen“, sagt Grünen-Verkehrsexperte Michael Dette. Zudem sei die Verlängerung eine Chance, neue Wohnungsbaugebiete anzubinden.

Tatsächlich steht und fällt der Stadtbahnausbau mit der Wirtschaftlichkeit. Sind die zu erwartenden Fahrgastzahlen zu gering, gilt ein Ausbau als unrentabel. Folglich wird das Millionenvorhaben nicht von Land und Bund gefördert. Die Regionsverwaltung, zuständig für den Nahverkehr, hatte viele Varianten durchgerechnet. Selbst eine Verlängerung über die Wunstorfer Straße nach Ahlem-Mitte wurde als unwirtschaftlich eingestuft.

In Seelze wittert man Morgenluft. Bereits im Juni hatte die CDU gefordert, die Stadtbahn mindestens bis Velber zu führen. Der SPD-Ortsverein setzt sich ebenfalls für den Anschluss Seelzes an das Stadtbahnnetz ein. „Wir müssen die Chance nutzen“, sagt der Vorsitzende Reinhold Heinz. Ziel müsse sein, Seelze anzubinden und so die Entwicklung der Stadt und ihrer neuen Wohngebiete zu unterstützen.

Von Andreas Schinkel und Thomas Tschörner

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