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Hannover Investor baut zwei weitere Studentenwohnheime
Nachrichten Hannover Investor baut zwei weitere Studentenwohnheime
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00:40 15.04.2018
So sehen die neuen Gebäude mit leicht variierter Fassade aus: Bauherr Jens Segler (Bauplan) und Investorenvertreterin Karolina Lichtenwald (AviaRent) an der Baugrube für die nächsten Apartmenthäuser. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Die zwei neuen Studentenwohnheime im Expo-Park nahe Ikea sind etwa zur Hälfte bezogen – jetzt werden direkt nebenan zwei weitere gebaut. Der Bedarf ist groß: Einer Analyse der Immobilienberater Bulwiengesa zufolge ist das Angebot an Wohnheimplätzen in Hannover bundesweit fast Schlusslicht. Im Durchschnitt der Uni-Städte gebe es für zehn Prozent aller Studenten Wohnheimplätze – in Hannover sind es nur etwa sechs Prozent – drittletzter Platz für die Leinestadt. 

Das lockt Investoren. Jens Segler, Chef der Peiner Firma Bauplan, die im Expo-Park nahe Ikea schon zwei Apartmenthäuser errichtet hat, lässt direkt nebenan zwei weitere Gebäude errichten. 15 Millionen Euro steckt Segler in die Erweiterung. „Wir sehen nach wie vor den Bedarf“, sagt er. Kein Wunder: In Fußwegnähe an der Expo-Plaza lernen etwa 4000 Studierende an fünf Hochschulinstituten – aber die Apartmentquote in direkter Nachbarschaft lag bis Mitte 2017 bei Null. Wenn die Neubauten fertig sind, werden es ziemlich genau zehn Prozent sein – an der Expo ist also der Bundesschnitt erreicht. 

Allerdings ist das Wohnen bei privaten Investoren nicht ganz billig. 465 Euro sollte ein 13-Quadratmter-Appartment anfangs kosten, es gab dramatischen Leerstand. „Der Bogen war etwas überspannt“, räumt Segler ein. Inzwischen ist der Preis gesenkt, 408 Euro Warmmiete werden jetzt gefordert. Inzwischen ist der erste Gebäuderiegel mit 107 Kleinwohnungen voll belegt. Der zweite wird jetzt geöffnet, dort gibt es nach Auskunft von Karolina Lichtenwald von Aviarent bereits 34 Vermietungen und 50 Reservierungen. Das Luxemburger Fondsunternehmen hat beide Gebäude als Geldanlage erworben und betreibt die Wohnheime. 

Besonderheit am Kronsberg: In den Gebäuden dürfen nicht nur Studierende wohnen wie beim Studentenwerk, sondern auch Auszubildende – die Stadt hatte das extra gefordert und im Bebauungsplan ausgewiesen. Nach Angaben Lichtenwalds sind etwa die Hälfte Azubis. Offenbar hat ein großes Unternehmen en bloc Apartments für den eigenen Nachwuchs gebucht. 

Voraussichtlich im Herbst 2019 sollen nun auch die beiden nächsten Gebäude mit 192 weiteren Apartments fertig sein. „Die Witterung hat uns etwas zurückgeworfen“, sagt Segler. Ursprünglicher Plan war ein Bezug zum Wintersemesterstart 2019. Die neuen Apartments sollen noch komfortabler sein, außer Bädern auch kleine Kochgelegenheiten haben und zusätzlich zur Gemeinschaftsküche über Lounge-Räume verfügen. Der Preis soll sich trotzdem an dem des ersten Bauabschnitts orientieren. Ob die Gebäude selbst behält oder ebenfalls verkauft, das sei noch offen, sagt Segler. 

Im Verein Expo-Park, in dem die Gewerbeanlieger sich organisieren, sieht man den Zuwachs mit Freude. „Der Expo-Park entwickelt sich sehr gut“, sagt Sprecher Stefan Schlutter. Von einst 160 Hektar Brachfläche auf dem ehemaligen Pavillongelände der Weltausstellung seien nur noch 3 Hektar frei, aber komplett reserviert. „Wenn ein Interessent abspringt, gibt es eine Warteliste.“ Auch am Holländische Pavillon, Architekturwahrzeichen der Expo, soll es jetzt vorangehen. Die Wohnkompanie Nord, eine Tochter der Bremer Zechbau, hat ihn erworben und will ihn für eine Campusnutzung umbauen. Auf der Freifläche daneben entsteht: noch ein Studentenwohnheim. 

Von Conrad von Meding

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