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Medienpreis: ffn, RTL und Radio 21 ausgezeichnet

Niedersächsische Landesmedienanstalt Medienpreis: ffn, RTL und Radio 21 ausgezeichnet

Die Niedersächsische Landesmedienanstalt hat die Preise für besonders gute Radio- und Fernsehbeiträge verliehen. ffn, Radio 21, RTL und h1 sahnen ab, aber auch ein Schul-Internetradio. 

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Der niedersächsische Landesmedienpreis wurde verliehen.

Quelle: Christian Behrens

Hannover.  Für die Branche der Radio- und Fernsehschaffenden ist dieser Abend ein schöner Pflichttermin: Jährlich vergibt die Niedersächsische Landesmedienanstalt unter Direktor Andreas Fischer die Preise für die Privatsender in Funk und Fernsehen. 

Atrium und Festsaal im Alten Rathaus sind prächtig geschmückt, etwa 550 Gäste  haben sich eingefunden, um die Preisträger zu zelebrieren. Darunter Prominente wie Unternehmer Martin Kind und Bundesliga-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus, Musiker wie Max Raabe, Schauspieler Andreas Hoppe, Sängerin Anna Hofbauer oder NP-Chefredakteur Bodo Krüger, aber auch viele, die sonst hinter der Kamera oder den Kulissen sitzen.

Ein erkälteter Desimo führte gewohnt munter durch den Abend. Staatssekretär Jörg Mielke vertrat den Schirmherrn, Ministerpräsident Stephan Weil, und sprach auch mahnende Worte. Er lobte den Beitrag der Privatsender zur Medienkultur in Niedersachsen, erinnerte aber daran, dass diese sich einer staatlichen Regulierung unterziehen müssten, während „weitgehend unregulierte Bereich im Netz“ inzwischen eine erhebliche Konkurrenz darstellten.

Auch Elisabeth Harries vom Deutschen Journalisten-Verband (djv) verwies darauf, dass Fake News für Journalisten zunehmend ein Problem darstellten. „Was Medienhäuser tun können, ist, in Ausbildung investieren“, sagte Harries, „und Medienhäuser müssen Journalisten Zeit geben für Recherche.“ Wobei Recherche bei der Knappheit der Beiträge in den Privatsendern fast ein großes Wort ist. Es sei ihm schon schwergefallen, gestand Preisträger Philipp Engelhard, dass er für seinen Beiträg über Queen-Sänger Freddie Mercury nur drei Minuten Sendezeit gewährt bekommen habe. Es geht auch anders, auch im Privatfunk. RTL-Nord-Filmmacherin Nadja Kott wurde ausgezeichnet für einen  anrührenden und langen Beitrag über Taubblindheit. Ergriffen zeigte sich davon Laudator Martin Kind, der nicht nur Hörgerätehersteller ist, sondern auch Schirmherr des Deutschen Taubblindenwerks: „Sie müssen diesen Film ganz sehen“, sagte er, nachdem ein Ausschnitt gezeigt wurde.

Die Show startete mit einer inszenierten Panne – und es zeigte sich, dass die anwesenden Journalisten durchaus über Pannen lachen können, wenn sie sie nicht im stressigen Alltag unter Sendedruck treffen, sondern sie als Publikum bei einer Ehrung zuschauen dürfen. Anschließend gab es kurzweilige Beiträge, pointierte Laudationen und viel Applaus.

Ausgezeichnet wurde Tobias Glawion (Radio 21) in der Kategorie Information für einen Beitrag über neue Techniktrends. Das Journalistenduo Axel Einemann und Markus Grieger von Radio ffn erhielt gemeinsam Preise für zwei Beiträge in zwei Kategorien: Unterhaltung (“All you need is Moin!“) und Dialog (“Amerika wählt“). Radio-21-Volontär Philipp Engelhard erhielt den Nachwuchs-Förderpreis für Radiomacher für seinen Beitrag über Queen. 

Beim Fernsehen gingen beide Preise an die RTL-Nord-Autoren Nadja Kott (“Leben mit Taubblindheit“) und Stephan Lang (“Der Schafflüsterer“). Den Volontärs-Förderpreis für Fernsehbeiträge erhielt Svenja Haas vom Bürgerfenrsehen h1 für ihren Beitrag „Straßenweihnachtswunsch“, passend zum Weihnachtsmarkt vor der Tür des Alten Rathauses. Ausgezeichnet wurde auch ein Schul-Internetradio der Oberschule Lengerich bei Lingen für einen Beitrag zum Thema Glück.

Medienanstalt-Direktor Fischer lobte die Vielfalt und Qualität der Beiträge. Immerhin war es der mittlerweile 23. Medienpreis der Landesmedienanstalt in Niedersachsen –und er hat gezeigt, dass den Medienmachern die Themen nicht ausgehen.

Von Conrad von Meding

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