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Hannover 150 Veranstaltungen stellen Forschung vor
Nachrichten Hannover 150 Veranstaltungen stellen Forschung vor
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19:25 26.10.2018
Wie viel Schlaf brauchen wir? Auch damit beschäftigt sich der November der Wissenschaft. Quelle: dpa-Zentralbild
Hannover

Wissenschaft ist eine trockene Angelegenheit? Im November treten zahlreiche Forscher aus Hannover den Gegenbeweis an. So erklärt beim Kneipenabend im Kuriosum ein Experte für Schlafforschung, warum wir nicht einfach immer wach bleiben können und ob sich die Müdigkeit nicht doch austricksen lässt. Und im Ballhof treten Philosophen und Rapper zum Austausch über Zeit und Endlichkeit gegeneinander an. Beim 6. „November der Wissenschaft“ laufen mehr als 150 Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, gut 70 Einrichtungen gehen Einblick in Studium und Forschung. Die Initiative Wissenschaft Hannover veranstaltet diesen Marathon durch Hannovers Forschungseinrichtungen alle zwei Jahre, dieses Mal vom 1. bis 21. November. „Es macht Spaß, sich mit den Wissenschaftlern auszutauschen“, betont Oberbürgermeister Stefan Schostok. Denn die meisten bemühten sich, ihr Gebiet verständlich und anschaulich zu erklären. Vor zwei Jahren kamen rund 40.000 Besucher.

Wie Schwarze Löcher und Neutronensternen beim Verschmelzen klingen, führen die Professoren Karsten Danzmann, Direktor am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, und Michèle Heurs zum Auftakt des Monats vor. Beide Forscher waren unmittelbar am Nachweis der Gravitationswellen beteiligt und sprechen am 1. November im Neuen Rathaus über die Jahrhundertentdeckung. Das Max-Planck-Institut bietet in weiteren Vorträgen und Exkursionen Einblick in die Arbeit. Im Rathaus läuft bereits eine Ausstellung zur Relativitätstheorie, die das schwierige Thema mit ein paar Kniffen anschaulich macht.

Oft geht es beim „November der Wissenschaft“ um ganz aktuelle gesellschaftliche Probleme wie Cyberkriminalität oder Klimawandel. Zum Insektensterben veranstaltet die Wissenschaftliche Sozietät zu Hannover am 7. November eine Experten-Diskussion im Neuen Rathaus. Die Volkswagen-Stiftung stellt am 12. November die Frage „Brot oder Biene? Kann moderne Agrarwirtschaft auch die Natur schützen?“.

Was Feinstaub in der Lunge bewirkt, lässt sich im Fraunhofer ITEM betrachten. Die Einrichtung stellt am 3. November von 11 bis 15 Uhr ihre Atemwegsforschung vor – mit Führungen in den Pollenraum und eine Lunge im Reagenzglas. Unter dem Rasterelektronenmikroskop lassen sich Nanopartikel erkennen, in Vorträgen geht es auch um Tierversuche.

Ein Wissenschaftsabend an der Hochschule für Musik und Theater geht am 6. November der Frage nach, warum Menschen ein Musikstück in Bruchteilen von Sekunden erkennen können oder auch, wie sich Musik auf das Altern auswirkt. Am 21. November stellt die Hochschule ein Projekt vor, in dem Musik Flüchtlingskindern beim Deutschlernen hilft.

Warum sie an Biokunststoffen, Lebensmittelqualität, Industrie 4.0 oder auch mobiler Energieversorgung forschen, erklären Wissenschaftler der Hochschule Hannover bei verschiedenen Veranstaltungen. Zukunftsweisend sind auch verschiedene Roboter-Workshops für Kinder.

Eine Führung durch die „Mensa Backstage“ bietet das Studentenwerk Hannover, außerdem stellt das Studentenwerk eine Studie zur sozialen Lage von Studenten in Hannover vor. Die Leibniz-Universität lädt am 10. November zur „Nacht, die Wissen schafft“ mit gut 220 Experimenten, Lesungen und Mitmachaktionen.

Das Programm liegt in öffentlichen Einrichtungen aus und ist unter www.science-hannover.de abrufbar. Die meisten Angebote sind kostenfrei und ohne Anmeldung zugänglich.

Wie verdaut eine Kuh?

Um ganz lebenspraktische Fragen geht es beim Tag der offenen Tür an der Tierärztlichen Hochschule am 3. November. Forscher erklären, wie die Verdauung bei der Kuh funktioniert. Wie vertragen Mensch und Tier Weißbrot und Schwarzbrot? Können Insekten in Zukunft Eiweiß für die Hundeernährung liefern? Warum schickt die TiHo Plattentiere in den Weltraum? Besucher können auch testen, ob sie den typischen Ebergeruch wahrnehmen, den manche unkastrierte Schweine absondern. Die Veranstaltung läuft von 11 bis 16 Uhr am Campus Bünteweg.

Von Bärbel Hilbig

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