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Hannover Nach Leichenfund auf Spielplatz: Noch keine heiße Spur
Nachrichten Hannover Nach Leichenfund auf Spielplatz: Noch keine heiße Spur
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00:19 05.08.2018
Auf diesem Spielplatz wurde die Leiche der 63-Jährigen entdeckt. Quelle: (c) Christan Elsner
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Hannover

Die Ermittlungen zur mutmaßlichen Tötung einer 63-jährigen Frau, deren Leiche am Dienstagvormittag auf einem Spielplatz in der Oststadt gefunden worden war, kommen nur langsam voran. Obwohl die Polizei einen Zeugenaufruf gestartet hat, sind bislang nur wenige Hinweise zu dem Fall eingegangen. „Sie werden mit Hochdruck abgearbeitet“, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge.

Die Nachforschungen der Kripo konzentrieren sich vorerst auf die Obdachlosen- und Pfandflaschensammler-Szene der Stadt. Dort soll sich Susanne M. regelmäßig aufgehalten haben. Offiziell gemeldet war sie in einer städtischen Einrichtung unweit des Spielplatzes. Das Areal an der Gartenstraße dient Obdachlosen und Trinkern als Rückzugsort, falls es am nahe gelegenen Weißekreuzplatz mal wieder zu Auseinandersetzungen und Streitigkeiten kommt. Passanten hatten am Dienstag den leblosen Körper der Frau gegen 11 Uhr auf dem Gelände an der Gartenstraße entdeckt und die Polizei verständigt. Zunächst hatten die Ermittler nicht den Eindruck, Susanne M. könne einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein. Bei der von der Staatsanwaltschaft angeordneten Obduktion stellten die Rechtsmediziner allerdings fest, dass die 63-Jährige gewaltsam ums Leben gekommen war. Wie das Verbrechen begangen worden ist, dazu schweigt die Strafverfolgungsbehörde derzeit. „Wir warten noch auf die Ergebnisse weiterer rechtsmedizinischer Untersuchungen“, sagte Klinge.

Die Nachricht vom Tod der Frau hatte sich schnell in der Obdachlosenszene der Stadt verbreitet. „Das geht in solchen Fällen immer sehr schnell“, sagt Norbert Herschel von der Diakonie. Rund um den Weißekreuzplatz ist das Verbrechen am Donnerstagnachmittag ebenfalls Thema. „Jeder hier kannte sie, zumindest vom Sehen“, sagt einer der Männer, die nahezu täglich auf einer der Bänke rund um den Platz sitzen. „Sie hat nie viel geredet, sondern immer nur nach Pfandflaschen gesucht“, sagt ein anderer. Ein Mann, der sich Peter nennt und der mit einem Rollator unterwegs ist, will die 63-Jährige näher gekannt haben. „Die Kripo war gestern bei mir und hat Fragen gestellt, ich musste sogar eine Speichelprobe abgeben“, sagt er.

Susanne M. war zuletzt am Montag gegen 16 Uhr in der Gartenstraße gesehen worden. Sie war etwa 1,60 Meter groß, untersetzt und hatte graue nackenlange Haare. Zuletzt trug sie ein sehr dunkles, blaues, ärmelloses Kleid sowie offene Damenschuhe und führte eine dunkelbraune Handtasche mit sich. Die Polizei bittet um Hinweise unter Telefon (0511) 1 09 55 55.

In dem letzten Fall, in dem ein Obdachloser aus Hannover gewaltsam zu Tode gekommen war, waren die Ermittlungen, wie erst kürzlich bekannt wurde, eingestellt worden. Anfang November hatten Reisende die Leiche des 43-jährigen Robert G. am Messebahnhof in Laatzen entdeckt. Jetzt wurde der Vorfall als Unfall eingestuft. Die Behörden gehen inzwischen davon aus, dass der gebürtige Pole die Treppe im Bahnhof herunter gefallen und dabei ums Leben gekommen war.

Von Tobias Morchner

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