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Hannover Parkgebühren in Hannover steigen deutlich
Nachrichten Hannover Parkgebühren in Hannover steigen deutlich
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00:17 06.11.2018
An Hannovers Parkscheinautomaten wird es künftig teurer. Quelle: Surrey
Hannover

Die Parkgebühren im Stadtgebiet werden zu Beginn des kommenden Jahres steigen. Das hat die Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und FDP beschlossen und erwartet dadurch Mehreinnahmen für den Haushalt in Höhe von zunächst 3 Millionen Euro im Jahr. Damit will sie ebenfalls vereinbarte höhere Ausgaben an anderen Stellen im Etat kompensieren.

„Es ist die erste Gebührenerhöhung seit 2013, und sie ist moderat und vertretbar“, sagt der Hannovers FDP-Vorsitzender Patrick Döring. In der Zone eins im Innenstadtbereich steigen die Tarife von bisher 1,80 pro Stunde auf 2,60 Euro; in der Zone zwei werden statt 1,40 Euro künftig zwei Euro fällig. Die ersten zehn Minuten bleiben generell kostenfrei. „Das ist die sogenannte Brötchentaste –ein Angebot für Kurzparker, die schnell etwas erledigen müssen“, erläutert Döring. Nach Angaben von Freya Markowis, Vorsitzende der Ratsfraktion der Grünen, liegen die Gebühren in Hannover trotz der Anhebung immer noch unter denjenigen in vielen deutschen Großstädten. Döring wiederum weist darauf hin, dass die Parkhäuser in der Stadt eine Alternative seien. „Sie könnten deutlich mehr Auslastung vertragen“, erklärt er.

Auch mehr Anwohnerparkplätze geplant

Die Tarife sollen entweder schon zu Jahresbeginn oder zum 1. April steigen; je nachdem, wie schnell die Verwaltung die entsprechende Satzung überarbeitet. Höhere Parkgebühren gehörten zu einem Maßnahmenpaket, das der Verkehrsdezernent der Region, Ulf-Birger Franz, kürzlich für die Stadt vorgeschlagen hat, weil der Radverkehr in Hannover nicht wie in erwünschtem Maße wächst.

Auch an anderer Stelle will das Ampelbündnis an der Parkraumbewirtschaftung etwas ändern. In dicht besiedelten und oft komplett zugeparkten Stadtbereichen in der Südstadt, der Oststadt, der List oder dem Zooviertel soll es künftig mehr Anwohnerparkplätze geben – ausgewiesen vor allem für die Nachtstunden, teilweise aber auch während des Tages. Die Vorstellungen dazu sind allerdings noch nicht konkret. „Wir fordern von der Verwaltung ein entsprechendes Konzept“, sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende Christine Kastning.

Steigen auch die Vergnügungssteuern?

Ebenfalls auf der Einnahmeseite soll sich eine Überarbeitung der städtischen Vergnügungssteuersatzung im kommenden Jahr auswirken. Geänderte Tarife würden dann im Jahr 2020 wirksam. „Da ist lange nichts passiert, das müssen wir uns anschauen“, sagt Döring. Vergnügungssteuern bezahlen unter anderem Spielhallen und Wettbüros, aber auch Kinos, Theater und unter bestimmten Voraussetzungen gastronomische Betriebe.

Von Bernd Haase

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