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Hannover Wie kann eine Stadt sicherer werden?
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20:14 28.06.2018
Die Trinkerszene auf dem Raschplatz sorgt immer wieder für Unruhe, doch die Straftaten sind rückläufig. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Vermüllte Plätze, lautstarke Trinker, Bettlerbanden in den Fußgängerzonen – Großstädte in Deutschland und Europa haben mit ähnlichen Problemen zu kämpfen und kommen auf vergleichbare Lösungen. Das zeigte eine Podiumsdiskussion zum Thema Sicherheit und Ordnung in Städten, die am Donnerstagabend im Freizeitheim Lister Turm stattgefunden hat. Viele Städte schicken jetzt Ordnungsdienste auf die Straße, um die Einhaltung von Regeln durchzusetzen, auch die Stadt Hannover. Auf dem Podium saßen Hannovers Ordnungsdezernent Axel von der Ohe, Diana Schubert vom Kriminalpräventionsrat der Stadt Augsburg, Anna Rau, Geschäftsführerin eines deutsch-europäischen Netzwerks für urbane Sicherheit, und der Vizepräsident der Polizeidirektion Hannover, Jörg Müller. Die Moderation übernahm Laura Zacharias von Radio Hannover.

Rau vom Forum für Urbane Sicherheit vergleicht die Ordnungsdienste mehrerer Städten. In Hannover sind die bisher 30 Einsatzkräfte uniformiert und unbewaffnet. Sie verstehen sich als Ansprechpartner für die Bürger, können aber auch robust auftreten und Platzverweise erteilen. Ähnlich die Ordnungshüter in München, die nur im Bereich des Bahnhofs eingesetzt werden. Anders dagegen der Ordnungsdienst der Stadt Stuttgart, der als eine Art Hilfspolizei fungiert. „Sie sind bewaffnet und übernehmen auch polizeiliche Aufgaben“, sagt Rau. In Essen hat die Stadtverwaltung in den vergangenen Jahren Stellen im Ordnungsdienst gestrichen, jetzt soll die Personaldecke wieder aufgestockt werden. Die Einsatzkräfte zeigen keine Präsenz auf der Straße, sie werden erst in Marsch gesetzt, wenn Beschwerden eingehen.

Polizeivizepräsident Müller betont, dass in fast allen Städten Deutschlands die Kriminalitätsraten rückläufig seien. „Das gilt auch für den Raschplatz in Hannover“, sagt Müller. Demgegenüber fühlten sich die Menschen immer unsicherer. Daher sei es Zeit, die gefühlte Sicherheit mit Fakten zu konfrontieren. Aus dem Publikum erhebt sich ein Einwand. Den Lärm, den die Trinkerszene auf dem Weißekreuzplatz verursache, dürfe man nicht kleinreden. Anwohner fühlten sich zu Recht gestört. „Das stelle ich auch nicht in Abrede“, entgegnet der Polizeivizepräsident. Genau für solche Fälle sei der Ordnungsdienst zuständig. Die Polizei schreite erst ein, wenn die Situation eskaliere.

Ordnungsdezernent von der Ohe betont, dass die Sicherheit in einer Stadt nicht allein durch Polizei und Ordnungsdienst gewährleistet werde. „Wir brauchen eine Identifikation der Menschen mit ihrem Kiez und eine Achtsamkeit für die Stadt“, sagt er.

Von Andreas Schinkel

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