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Polizei zerschlägt Erpresser-Ring in Ronnenberg

Durchsuchungen Polizei zerschlägt Erpresser-Ring in Ronnenberg

Die Polizeidirektion Hannover hat am Donnerstag im Auftrag der Staatsanwaltschaft Landshut in Ronnenberg eine Erpresser-Bande zerschlagen. Am Morgen wurden Wohnungen und Häuser in Ronnenberg und Hannover durchsucht.

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Die Polizei hat am Donnerstagmorgen in Ronnenberg und Hannover einen Erpresser-Ring zerschlagen.

Quelle: Uwe Dillenberg

Ronnenberg.  Bei einem Großeinsatz der Polizei am frühen Donnerstagmorgen in Ronnenberg und Hannover haben die Ermittler einen mutmaßlichen Erpresserring zerschlagen. Die Einsatzkräfte hatten Haftbefehle für insgesamt drei Verdächtige dabei, die Mitte November in Niederbayern einen Mann um einen vierstelligen Betrag erpresst haben sollen. Die Erpresser mussten ihre Drohung allerdings nicht in die Tat umsetzen. „Es wurde ein Betrag gezahlt, deshalb gehen wir von einer vollendeten Erpressung aus“, teilte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch, der Sprecher der Landshuter Behörde, mit. 

Bei dem Polizeieinsatz am Donnerstag sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft auch Haftbefehle vollstreckt worden – allerdings nicht gegen alle Verdächtige. „Weitere Ermittlungen schließen sich deshalb noch an“, sagte Steinkraus-Koch der HAZ. Opfer und Täter kannten sich vor der Tat nicht. Die Bande hatte im Internet Kontakt mit dem späteren Opfer aufgenommen. Zu den genauen Umständen wollte sich die Staatsanwaltschaft nicht äußern.  Beide Seiten vereinbarten dann ein Treffen in Landshut. Dabei stellte sich jedoch schnell heraus, dass die Ronneberger den Niederbayern in eine Falle gelockt hatten. Der eigentliche Grund für die Zusammenkunft spielte plötzlich keine Rolle mehr. Die Täter drohten dem Landshuter sofort Gewalt an, forderten Geld und bekamen einen dreistelligen Betrag überreichet. Das Opfer wendete sich Tage später an die Behörden, die ihre Ermittlungen aufnahmen.

Unklar ist, ob die drei Verdächtigen mit ihrer Masche bereits in der Vergangenheit erfolgreich auf Beutezug gegangen sind. „Wir prüfen gerade, ob der Modus operandi mehrfach angewendet worden ist“, sagte der Oberstaatsanwalt.

Von Tobias Morchner

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