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Hannover Donots spielen Geheimkonzert an der IGS Roderbruch
Nachrichten Hannover Donots spielen Geheimkonzert an der IGS Roderbruch
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22:56 25.02.2018
Punk zum Pausenbrot: Die Donots geben ein Geheimkonzert an der IGS Roderbruch. Quelle: Rainer Droese
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Hannover

 Im Laufe eines Schülerlebens können die Erinnerungen an die zahllosen und meist eintönig ablaufenden Pausen schon mal verschwimmen. An die halbe Stunde am Donnerstagvormittag werden sich rund 1000 Schüler der IGS Roderbruch wahrscheinlich  noch lange erinnern: Gegen 11.30 Uhr betritt die Punkrockband Donots die extra errichtete Bühne. Die Band um Sänger Ingo und Gitarrist Guido Knollmann, beide großzügig tätowiert, freuen sich über das spezielle Publikum: „Endlich normale Leute“, sagt der Sänger. „Ab jetzt wohnen wir in dieser Schule.“

Eigentlich spielen die Donots in Clubs wie dem Capitol –so wie am Donnerstagabend –oder auf Festivals, wie Rock am Ring oder dem Hurricane. Und normalerweise trinkt das Publikum Bier. An diesem Vormittag wird die Schulaula zum Konzertsaal, zu trinken gibt es Kakao. Die E-Gitarren hat die Band im Bus gelassen, stattdessen spielen sie Songs ihres neuen Album „Lauter als Bomben“ unplugged. „Der nächste Songs handelt davon, wenn die letzte Schulstunde nicht enden will. Er heißt ‚Keiner kommt hier lebend raus’“, scherzt Frontmann Ingo. 

Das junge Publikum zeigt sich begeistert von der charismatischen Show der Band aus Ibbenbühren. Einige Kinder zeigen mit Zeige- und kleinem Finger die sogenannte Pommesgabel. „Hautfarbe, Herkunft und Geschlecht sind völlig egal“, sagt Frontmann Ingo zwischen zwei Songs. Als eine Rückkopplung des Mikrofons durch die Aula plärrt, ergänzt er: „Was wir hier machen ist übrigens Punkrock. Da kann mal was kaputt gehen.“ So einfach lässt sich das Genre in wenigen Sätzen erklären.

Der Auftritt der Donots war geheim gehalten worden. „Eine bekannte Alternative-Rock-Band“ wurde den Schülern auf der Homepage der IGS versprochen . Hintergrund des Konzerts war das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Sport- und Deutschlehrer Dominik Hebel hat das Projekt vor anderthalb Jahren ins Leben gerufen. „Wir haben die Band einfach gefragt“, sagt der 38-Jährige. Und die Donots sind gekommen und sogar länger geblieben: Nach dem Konzert setzte sich die Band mit in den Unterricht und arbeitete mit den Schülern an einer Gruppenarbeit zum Thema Alltagsrassismus. „Sie haben sich sogar artig gemeldet“, sagt Hebel. 

Von Manuel Behrens

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