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Hannover Entführung: Polizei veröffentlicht Phantombilder
Nachrichten Hannover Entführung: Polizei veröffentlicht Phantombilder
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16:45 11.09.2018
Die Polizei hat Phantombilder veröffentlicht, die die beiden mutmaßlichen Entführer zeigen. Quelle: Uwe Dillenberg
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Hannover

Die Polizei hat Phantombilder veröffentlicht, die bei der Suche nach den mutmaßlichen Entführern einer 76-jährigen Frau helfen sollen. Die Seniorin war am ersten September-Wochenende mehr als 33 Stunden von zwei Unbekannten in einem Rohbau in Seelhorst festgehalten worden. Anschließend durfte sie wieder gehen – die Täter hatten die Frau am Ende weder ausgeraubt noch ihr irgendein Leid zugefügt. Noch immer wissen die Ermittler nicht, warum die Männer die indischstämmige Frau entführt hatten. „Sie haben in ihrer Handtasche wohl irgendwas gesucht“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Aber niemand weiß, was das gewesen sein könnte. „Ebenfalls unklar ist, warum die 76-Jährige trotzdem weiter gefangen gehalten wurde“, so Klinge weiter.

So soll einer der Täter aussehen, der die 76-Jährige in einem Rohbau anderthalb Tage lang festhielt. Quelle: Polizei

Der eine Gesuchte hat einen buschigen Vollbart und schulterlange, dunkle Haare. Er ist muskulös, etwa 30 Jahre alt und ungefähr 1,80 Meter groß. Der Täter machte einen ungepflegten Eindruck, zur Tatzeit trug er ein rotes T-Shirt, eine dunkelrote Jacke und schwarze Sneaker. Sein Komplize ist etwas kleiner und schätzungsweise 25 Jahre alt. Er hat nackenlanges, dunkelbraunes Haar und einen Oberlippenbart. Er trug ein gelb-orangefarbenes Hemd, eine anthrazitfarbene Hose und Nike-Schuhe mit grünen Streifen. Untereinander sprachen die Männer nach Angaben der Entführten serbisch. Hinweise werden unter Telefon (0511) 109 36 20 erbeten.

Der zweite mutmaßliche Entführer hat einen Schnauzbart und nackenlange Haare. Quelle: Polizei

Trotz der vielen Rätsel hat die Polizei weiter keinen Zweifel daran, dass die Entführung wirklich stattfand. „Die Frau ist noch einmal vernommen worden“, sagt Klinge. „Erneut waren ihre Angaben korrekt und es gab keinen Anschein von Verwirrtheit.“ Die beiden Männer sollen die 76-Jährige in einer Stadtbahn der Linie 6 in Richtung Messe/Ost an der Haltestelle Kerstingstraße am Aussteigen gehindert haben. Anschließend sollen sie die Frau gezwungen haben, bis zur August-Madsack-Straße weiterzufahren. Dort nahmen die Unbekannten ihr die Handtasche ab und entführten sie in den vierten Stock eines Rohbaus an der Ecke Döhrbruch/Honiggrasweg.

Mehr als 33 Stunden war die Frau dort gefangen, am Montag gegen 1 Uhr durfte sie plötzlich gehen. Sogar die Handtasche mit allen Wertsachen bekam das Opfer zurück. „Alle Angaben des Opfers sind mit der Spurenlage im Rohbau überein zu bringen“, sagt der Oberstaatsanwalt. Eine Beziehungstat wird ebenso ausgeschlossen wie die Möglichkeit, dass die 76-Jährige als Druckmittel für die Erpressung einer anderen Person festgehalten wurde. Auch in die Wohnung des Opfers wurde während der Entführung nicht eingebrochen.

Die Auswertung von Üstra-Aufnahmen brachte bislang keinen Hinweis auf die Täter. Die Bänder in den Stadtbahnen werden nach 24 Stunden gelöscht, in den U-Bahnstationen nach 48 Stunden. Die 76-Jährige war am 1. September gegen 15.30 Uhr am Aegidientor in eine Stadtbahn gestiegen, ehe sie später verschleppt wurde.

Von Peer Hellerling

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