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Hannover Regionshaus-Mitarbeiter wegen WLAN verärgert
Nachrichten Hannover Regionshaus-Mitarbeiter wegen WLAN verärgert
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00:19 28.10.2017
Von Mathias Klein
Die Technik im Regionshaus ist in die Jahre gekommen.Foto: Archiv Quelle: Ralf Decker
Hannover

Sitzungen der Regionsversammlung und der Ausschüsse im Regionshaus laufen derzeit weitgehend ohne moderne Technik. Eigentlich haben die meisten Mitglieder des Gremiums das Angebot der Verwaltung angenommen, die zahlreichen Unterlagen online über ein kostenlos zur Verfügung gestelltes iPad zu lesen. Aber die Geräte bleiben meist in der Tasche. „Da lief mal wieder gar nichts“, berichtete Michaela Michalowitz nach der vorherigen Regionsversammlung. Um wenigstens in einem Teil der Unterlagen blättern zu können, ging sie mit ihrem Privathandy über das Funknetz auf die Homepage der Region.

Allerdings kommt es in den neueren Sitzungssälen auch zu Problemen mit dem Funkempfang, die Ursache dafür liegt möglicherweise in metallbeschichteten Fensterscheiben.

Betroffen von der technischen Misere sind aber auch Mitarbeiter der Verwaltung. „Wenn ich ins Büro komme, schalte ich als erstes das WLAN aus“, berichtet einer von ihnen. Mit dem regionseigenen WLAN sei es beispielsweise kaum möglich, dienstliche E-Mails zu empfangen oder zu versenden.

„Das geht so nicht mehr weiter“

„Das geht schon lange so“, erläutert CDU-Fraktionschef Bernward Schlossarek. „Aber das geht so nicht mehr weiter.“ Schlossarek ist einer der wenigen, die sich weiterhin von der Verwaltung mit Papierunterlagen versorgen lassen.

Es müsse sich jetzt endlich etwas ändern, meint der Fraktionschef. Besonders kritisch sei die Lage in den Fachausschüssen. „Da braucht man die Verwaltungsvorlagen wirklich, sonst können wir die Arbeit hier gleich einstellen“, betont Schlossarek.

Bereits in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses hatte er seinem Ärger öffentlich Luft gemacht. „Wir reden hier über Selbstverständlichkeiten“, hatte er gesagt. Bei der größten Gebietskörperschaft in Niedersachsen sollte es kein Thema sein, dass man sich digital unterhalten könne.

Die Verwaltung gesteht Probleme mit dem WLAN ein, wenn auch nur zurückhaltend. Zwar verfüge die Region in zahlreichen Sitzungssälen und Besprechungsräumen über WLAN, sagt Regionssprecherin Carmen Pförtner auf Anfrage. Es sei aber in der Vergangenheit „gelegentlich zu Fehlfunktionen gekommen, die zum großen Teil darauf beruhen, dass die Technik schon etwas in die Jahre gekommen ist“, erläutert sie. Daher habe es teilweise Probleme mit der Überlastung des Netzes gegeben. Auch eine Softwarestörung habe zuletzt dazu geführt, dass der Zugriff auf das Internet über WLAN nicht möglich gewesen sei. „Das WLAN muss technisch erneuert und erweitert werden, sodass in Zukunft diese Probleme nicht mehr auftreten werden“, sagt Pförtner.

Immerhin laufe das freie WLAN im Bürgerbüro der Region störungsfrei. Dieses Angebot werde künftig auf weitere Gebäudeteile ausgedehnt.

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