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Hannover Busse, Wohnungen, Soziales: Das plant die Region für 2019
Nachrichten Hannover Busse, Wohnungen, Soziales: Das plant die Region für 2019
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00:20 28.09.2018
170906-hann02-Investition Investitionsbedarf der Stadt Hannover in den nächsten 10 Jahren (in Millionen Euro) 180926-hann-Ausgaben Quelle: Llorens
Hannover

Die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum stand im Mittelpunkt der Regionssitzung am Dienstag. In einer aktuellen Stunde warfen die Linken der Region vor, das vor vier Wochen vorgestellte Wohnungsbauförderprogramm sei lediglich „eine schicke PR-Masche, um Aktivität vorzutäuschen“, wie Fraktionschefin Jessica Kaußen sagte. Von der Wohnungsnot und stark steigenden Mieten seien inzwischen nicht nur Geringverdiener sondern auch Familien mit mittlerem Einkommen betroffen. Deshalb sei wesentlich mehr Geld nötig, die Linken forderten 200 Millionen Euro pro Jahr.

Bei der Vorstellung des Haushalts für das kommende Jahr verteidigte Regionspräsident Hauke Jagau das Programm: Den Städte und Gemeinden stellt die Region Hannover in den kommenden drei Jahren jeweils insgesamt 20 Millionen Euro zur Verfügung, wenn Wohnungen gebaut werden. Die Kommunen können das Geld frei verwenden, zum Beispiel für die Sanierung der Schulen oder neue Computer für die Verwaltung, einen Nachweis müssen sie nicht liefern. Für jede Wohnung im Ein- und Zweifamilienhaus zahlt die Region an die Kommune 1500 Euro, für jede Wohnung im Mehrfamilienhaus 5500 Euro.

Insgesamt umfasst der ausgeglichene Haushalt knapp 2 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte des Geldes fließt in den Sozialbereich. Bei den Investitionen steht der Verkehr im Vordergrund. Sowohl bei der Üstra als auch bei Regiobus beginnt im kommenden Jahr die Umstellung auf Elektrobusse. Die Üstra will zusätzlich zu den drei bereits vorhandenen 48 neue Elektrobusse kaufen, Regiobus will zunächst zehn Elektrobusse anschaffen. Die beiden Unternehmen haben in diesem Bereich eine enge Zusammenarbeit vereinbart, berichtete Jagau. Das sei der schnellste Weg zur Senkung der Immissionen, betonte der Regionspräsident.

Dank der guten Konjunktur und der dadurch gestiegenen Steuereinnahmen und der gesunkenen Zinsen konnte die Region in den vergangenen Jahr die hohen Schulden verringern. Im Jahr 2010 hatten die Schulden noch bei knapp einer Milliarde Euro gelegen, derzeit hat die Region Schulden von knapp 700 Millionen Euro.

Jagau kündigte bei der Vorstellung des Haushalts Gespräche über die Weiterentwicklung der Region an. Gemeinsam mit den Städten und Gemeinden sowie mit Experten sollte besprochen werden, was verändert werden könnte, um den Wert und die Qualität der Region weiter zu steigern. Er hob hervor, dass die Region auch 17 Jahre nach ihrer Gründung weiterhin ein gutes Modell mit Vorzeigecharakter sei.

Von Mathias Klein

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