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Hannover Reisende reagieren am Hauptbahnhof Hannover auf die Zugausfälle weitgehend gelassen
Nachrichten Hannover Reisende reagieren am Hauptbahnhof Hannover auf die Zugausfälle weitgehend gelassen
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00:20 05.12.2018
Am Informationsschalter der Bahn bilden sich lange Schlangen von Reisenden, die sich nach den Zugausfällen nach möglichen Alternativverbindungen erkundigen. Quelle: Ingo Rodriguez
Hannover

Nach dem durch einen Kabelbrand verursachten Oberleitungsschaden haben Fahrgäste der Deutschen Bahn am Hauptbahnhof (HBF) weitgehend gelassen auf die stundenlangen Zugausfälle reagiert. Dabei waren viele der Reisenden wegen des Stromausfalls in äußerst unangenehme Situationen geraten. Der 70-jährige Klaus Schuster aus Hameln etwa musste improvisieren, um ohne die Deutsche Bahn von Hannover aus noch rechtzeitig am Flughafen Frankfurt seinen Urlaubsflug nach Singapur zu erreichen. Nach seiner Ankunft mit der S-Bahn am Fischerhof in Hannover-Linden habe er mit der Stadtbahn weiter zum Hauptbahnhof fahren müssen. Dort fiel seine Zugverbindung nach Frankfurt aber aus. „Ich habe deshalb meinen Nachbarn in Hameln gebeten, mit meinem Auto von Hameln zum Hauptbahnhof in Hannover zu kommen, damit ich mit dem Wagen fahre und dann doch noch pünktlich gegen 21 Uhr in Frankfurt bin“, sagte Schuster. Der Nachbar habe angeboten, nach der Fahrzeugübergabe mit der S-Bahn wieder zurück nach Hameln zu fahren. Verärgert sei er nicht. „Man muss nur eine Lösung finden, wenn so etwas passiert“, sagte er gelassen.

Klaus Schuster (70) aus Hameln lässt sich von einem Nachbarn sein Auto bringen, um in Frankfurt seinen Reiseflieger nach Singapur zu erreichen. Quelle: Ingo Rodriguez

Eine 43-jährige Reisende aus dem Heidekreis war nach eigenen Angaben mit dem Zug aus Augsburg in Richtung Hannover unterwegs und wegen des Oberleitungsschadens am Bahnhof Hannover Messe/Laatzen ausgestiegen. „Um dann mit der Stadtbahnlinie 1 zum Hauptbahnhof Hannover weiter zu fahren“, berichtete sie. Nun werde sie wegen ihre ausgefallenen Zugverbindung von einem Familienangehörigen aus dem Heidekreis abgeholt, sagte sie. „Andere, die nun vielleichwegen eines ausgefallenen Zuges t in Hannover übernachten müssen, hat es vielleicht viel schlimmer getroffen“, sagte die 43-Jährige ohne Groll. Die Bahn könne ja schließlich nichts dafür, wenn ein Kabel in Brand gerate.

Verunsichert reagierten Spielerinnen einer Damen-Tennismannschaft aus Niebüll auf die Zugausfälle. Das Team hatte zwei Tage in Hannover verbracht. „Unser Zug nach Hamburg fährt planmäßig in etwa einer Stunde in Hannover ab. Wir hoffen, dass die Störung dann behoben ist“, sagte eine 36-jährige Frau aus der Mannschaft. Nun würde das Team um den Anschlusszug im Hamburg bangen. „Mal sehen, ob wir das pünktlich schaffen“, sagte die Spielerin.

Die Spielerinnen einer Damen-Tennismannschaft aus Niebüll bangen in Hannover um ihren Anschlusszug in Hamburg. Quelle: Ingo Rodriguez

Andere Unannehmlichkeiten bereitete der Stromausfall Sigrun und Rainer Blom aus Wermelskirchen bei Remscheid. Auch das Ehepaar musste aus Lüneburg kommend vor dem Hauptbahnhof am Haltepunkt Hannover Messe/Laatzen aussteigen und von dort mit der Stadtbahn weiterfahren. Für den auf einen Rollstuhl angewiesenen Rainer Blom sei dieser Umweg jedoch nicht barrierefrei gewesen. „Mitreisende haben ihm in die Stadtbahn geholfen“, sagte die Ehefrau. Am Hauptbahnhof wurde das Paar dann von einer Mitarbeiterin des Bahn-Mobilitätsdienstes über behindertengerechte Anschlussverbindungen informiert.

Sigrun und Rainer Blom werden von einer Mitarbeiterin des Bahn-Mobilitätsdienstes über neue Verbindungen und barrierefreie Anschlussstrecken informiert. Quelle: Ingo Rodriguez

Von Ingo Rodriguez

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