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Hannover Gymnasium Limmer nimmt schon wieder andere Schule auf
Nachrichten Hannover Gymnasium Limmer nimmt schon wieder andere Schule auf
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00:21 07.12.2018
Mit dem Teilen hat Schulleiterin Wencke Hedderich vom Gymnasium Limmer schon Erfahrung. Hier ist sie mit dem Leiter der Goetheschule Michael Schneemann zu sehen. Bald soll die Helene-Lange-Schule hier Quartier finden. Quelle: Tim Schaarschmidt
Westliche Stadtteile

Mit einem Mammutbauprogramm reagiert in den nächsten Jahren die Stadt in den nächsten zwei bis drei Jahren auf die Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren an den Gymnasien. Im jüngsten Schulausschuss der Stadt hat Jörg Gronemann vom städtischen Baumanagement einen Sachstandsbericht für die einzelnen Standorte abgegeben. Eines ist offensichtlich: An 16 von 17 Gymnasien wird es Bauarbeiten geben, an neun Gymnasien wird es ohne Container nicht gehen, und kaum eine Schule wird rechtzeitig fertig, wenn im Sommer 2020 der erste Jahrgang ins sogenannte G 9 startet.

Gymnasium Limmer schon wieder Ausweichquartier

Das Gymnasium Limmer beherbergt zurzeit noch Gäste aus der Goetheschule. Wenn der Neubau am Franziusweg fertig ist und die Goetheschule dort wieder hinzieht, bekommt das Gymnasium Limmer wieder Besuch. Dieses Mal von der Helene-Lange-Schule. Weil an der Hauptstelle keine Erweiterung möglich ist, soll in der alten Ihmeschule eine Außenstelle für G 9 entstehen. Dort sind aber zurzeit noch die 10. Klassen der Intgerierten Gesamtschule (IGS) Linden untergebracht. Die sollen in Container an die IGS ziehen, die vermutlich bis zu zehn Jahren dort stehen dürften, bis die marode IGS saniert ist. Bis 2021 sei der Umbau der Helene-Lange-Schule vermutlich abgeschlossen, sagte Gronemann in der Sitzung. Bis das Gymnasium Limmer, das erst 2016 an den Start gegangen ist, hochgewachsen sei, würden die Gäste aus Linden wieder ausgezogen sein.

Die Humboldtschule erhält einen Neubau und eine neue Drei-Feld-Sporthalle im südlichen Grundstücksteil, die Außenstelle in der Petristraße soll aufgelöst werden, damit alle Schüler wieder an einem Standort zusammenkommen. Die Komplettsanierung werde erst 2024 abgeschlossen sein, sagte Gronemann. Der Neubau soll schon 2022 bezugsfertig sein, übergangsweise werden Container auf dem Schulhof aufgestellt.

Solange die Ihmeschule umgebaut wird, sollen die Schüler der Helene-Lange-Schule ins Gymnasium Limmer ziehen. Zurzeit sind dorthin noch die Schüler der Goetheschule ausgelagert, während die Schule am Franziusweg neugebaut wird. Aber die Bauarbeiten sollen rechtzeitig 2019 fertig sein.

Kommentar: Besser später, aber dafür gründlich

Die Rückkehr zur Schulform G 9, also zur neunjährigen Gymnasialzeit, ist eine Riesenaufgabe. Und das nicht nur inhaltlich für die Gymnasien, die sich seit 2011 gerade erst an das Turbo-Abitur gewöhnt hatten, sondern auch für die Stadtverwaltung, die als Schulträgerin für die Gebäude verantwortlich ist.

Doch wenn früher neun Jahrgänge in eine Schule gepasst haben, warum geht das jetzt nicht mehr? Weil sich viel geändert hat in den vergangenen Jahren. Da ist zum einen der Trend zur Ganztagsschule. Viele Schulen bieten inzwischen für die Kinder Mittagessen an, und die Eltern, nicht nur die berufstätigen, sind froh, dass sie nicht selbst kochen müssen. Daneben gibt es nachmittags Arbeitsgemeinschaften, Förder- und Forderunterricht und Hausaufgabenhilfe für die Schüler. Wer länger in der Schule ist, benötigt aber mehr Platz und auch die Möglichkeit, sich einmal zurückzuziehen. Auch die Inklusion fordert zusätzlichen Platz. Kleingruppen müssen besonders gefördert werden, und das geht in sogenannten Differenzierungsräumen, die an Klassenräume angeschlossen sind, besser als auf dem lauten Flur.

Ja, viele Gymnasien werden zu spät mit den erforderlichen Umgestaltungen fertig, aber wenn der Umbau den neuen Bedingungen für Schule Rechnung trägt, kann man auch mal übergangsweise mit Containern leben und lernen. Improvisieren sind Schüler und Lehrer gewohnt.

Von Saskia Döhner

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