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Hannover IGS Roderbruch: Sanierung deutlich teurer als gedacht
Nachrichten Hannover IGS Roderbruch: Sanierung deutlich teurer als gedacht
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12:16 31.05.2018
Für Sportunterricht auch mit behinderten Schülern ist die IGS Roderbruch bekannt. In den nächsten Monaten muss sie mit deutlich weniger Hallenplatz auskommen. Die Sanierung ist erst im Sommer 2019 abgeschlossen. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Die Sanierung der beiden Sporthallen der Integrierten Gesamtschule Roderbruch wird deutlich teurer als gedacht. Der Schulausschuss der Stadt hat in seiner jüngsten Sitzung einer Budgeterhöhung um 1,4 Millionen Euro zugestimmt, der Bezirksrat in der Woche zuvor. Insgesamt dürften die Kosten dann bei 3,1 Millionen Euro liegen.

Deutlich höhere Preise

Wegen der guten Baukonjunktur nahmen einige Firmen deutlich höhere Preise als ursprünglich geplant, zum anderen kamen noch weitere Brandschutzauflagen hinzu. So müssen auch in die zweite Halle zwei Dachkuppeln eingebaut werden, um die Entrauchung der ersten Halle zu gewährleisten. Weiter mussten Außentreppen angebaut werden. Um die „Ballwurfsicherheit“ zu gewährleisten, wurden Deckenplatten abmontiert. Anders als ursprünglich geplant, kann die eine Halle, deren Sanierung voraussichtlich im Herbst abgeschlossen sein soll, während des Umbaus der anderen nicht weitergenutzt werden. Deshalb muss nach den Sommerferien eine zusätzliche Sportstätte angemietet werden.

Vor dem Sommer 2019 wird die zweite Sporthalle nicht fertig sein. Begonnen wurde mit dem Umbau bereits im Sommer 2017. „Fast zwei Jahre Umbau sind für eine Schulsporthalle viel zu lange“, kritisierte CDU-Ratsherr Arne Borstelmann. Auch für Vereine fehle der Hallenplatz. Schülervertreter Connor Brockhausen, der den zwölften Jahrgang der IGS Roderbruch besucht, berichtete am Rande der Sitzung, dass sich mitunter drei Klassen mit jeweils 30 Schülern eine Halle teilen mussten: „Beim Turnen mag das gehen, bei Mannschaftssportarten ist das kaum möglich.“ Immerhin könne man jetzt angesichts der warmen Temperaturen wieder nach draußen ausweichen.

Da die Schule auch ein Sportabitur anbietet, hatten die Leistungskurse bei der Hallenbelegung Vorrang. Für die unteren Jahrgänge fiel die Sportstunde aus oder Lehrer mussten auch schon mal auf den Flur ausweichen.

Zahlreiche marode Gebäude

Auch die Brandschutzmaßnahmen im Primar- und Hauptgebäude werden teurer als geplant, hier stimmte der Schulausschuss einer Budgeterhöhung um rund 500 000 Euro zu.

Die Sporthallen im Roderbruch, die aus den Siebzigerjahren stammen, sind nicht der einzige Sanierungsfall in Hannover. Auch in anderen Stadtteilen wie Döhren, Anderten oder Sahlkamp gibt es gravierende Probleme mit baufälligen Sporthallen. Mal sind Dächer undicht, mal müssen marode Duschen stillgelegt werden. Nur zwei Projekte schafften es bislang ins städtische Investitionsprogramm für die Jahre 2016 bis 2019: Die IGS Roderbruch und die Sporthalle am Eisteichweg in Anderten, deren mehrjährige Generalsanierung 4,8 Millionen Euro kosten soll.

Von Saskia Döhner und Gabi Stief

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