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Hannover Region stockt Kontrollteam in Laatzener Schlachthof auf
Nachrichten Hannover Region stockt Kontrollteam in Laatzener Schlachthof auf
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00:21 30.11.2018
Die Organisation Deutsches Tierschutzbüro wirft der Firma Leine-Fleisch vor, Schweine vor der Schlachtung gequält zu haben. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

Nach den Vorwürfen der Tierquälerei im Schlachthof Leine-Fleisch in Laatzen hat die Region das Team zur Überwachung der Einrichtung aufgestockt. „Wir sind täglich mit acht Mitarbeitern aus dem Bereich des Veterinärwesens vor Ort“, erklärte Regionsrätin Cora Hermenau (CDU) in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses der Region. Auch ein weiterer Tierarzt ist zum Aufsichtsteam gestoßen. Die Strafanzeige wegen Tierquälerei werde von seiten der Region sehr ernst genommen, betonte Michael Schimanski vom Team Veterinärwesen. „Wir haben die Aufsicht, und das Überwachungsmodell der Region ist sehr effektiv“, so der Veterinär. Es werde nach einem festen Konzept und Stichprobenplan vorgegangen.

Unternehmen räumte Vorwürfe ein

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass der Verein Deutsches Tierschutzbüro Anzeige wegen Tierquälerei gegen den Schlachthof in Laatzen erstattet hat. Die Tierschützer veröffentlichten heimlich aufgenommene Bilder. Auf ihnen ist zu sehen, wie Schweine unnötig mit Elektroschockgeräten bearbeitet werden. Das Unternehmen hat die Vorwürfe eingeräumt. Daraufhin hat das Veterinäramt der Region Hannover schärfere Kontrollen angekündigt, die Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungen.

2000 Tiere pro Tag werden geschlachtet

„Wir haben stichprobenartige Kontrollen vorgenommen seit den Vorwürfen und dabei keine Überschreitungen der Auflagen feststellen können“, erklärte Hermenau. Auch ein zuständiger Sachverständiger habe keine Beanstandungen gehabt. „Bei einer Schlachtung von 2000 Tieren am Tag ist nicht jeder Vorgang kontrollierbar“, sagte die Regionsrätin. Der Betreiber des Schlachthofs habe die engmaschigen Kontrollen der Region unterstützt, „wir haben keine gravierenden Verstöße, die etwa eine Schließung rechtfertigen würden, gefunden“.

Hermenau betonte, dass eine Schließung nicht im Interesse der Betriebe sei, die in Laatzen schlachten lassen. „Weite Wege zum Schlachthof sollen möglichst vermieden werden, viele müssten dann ihre Tiere bis nach Cloppenburg transportieren.“ Hermenau unterstrich das hohe Interesse der Region am Schutz des Tierwohls. Ob in Laatzen allerdings strafrechtlich relevante Verstöße auszumachen seien, kläre die Staatsanwaltschaft. „Bei Tieren im Schlachthof Elektrotreiber einzusetzen ist nach EU-Richtlinien allerdings immer noch erlaubt.“ Sollte dieses Verfahren abgeschafft werden, müssten rechtliche Regeln verschärft werden, so die Regionsrätin.

Von Susanna Bauch

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