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Hannover Schüler gehen virtuell auf Klassenfahrt
Nachrichten Hannover Schüler gehen virtuell auf Klassenfahrt
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07:43 06.09.2017
Als ob man selbst da wäre: Tanja (li.) und Shirin mit ihren Klassenkameraden beim virtuellen Tauchgang. Quelle: Schaarschmidt
Hannover

Als erste Schule in Niedersachsen hat die Kämmer-Schule am Dienstag den Einsatz einer App namens Google Expeditions getestet, die mit Virtual-Reality-Panoramen, 360-Grad-Aufnahmen, authentischen Umgebungsgeräuschen und 3-D-Fotos aufwarten kann. Statt durch Brillen gucken die Kinder dabei durch Pappkästen, in die ein Smartphone gesteckt wird.

Gesteuert wird der Blick der Schüler von Google-Mitarbeiter Andreas Schmidt über ein Tablet. Paul Jonas, der medienpädagogische Leiter der Privatschule, hatte die App auf der Bildungsmesse Didacta entdeckt. „Ich dachte, das könnte hilfreich im Unterricht sein – nicht als Ersatz für klassische Medien wie Bücher, aber ergänzend“, sagt er. Ein virtueller Spaziergang durch Gehirn, Herz oder das menschliche Atemsystem könne abstrakte Lehreinheiten anschaulich machen. Echte Klassenfahrten sollen aber nicht durch virtuelle Reisen ersetzt werden.
Den Schülern gefällt der Praxistest. „Das ist cool. Man muss nicht extra in diese Länder fahren und sieht trotzdem so seltene Tiere wie Warane“, sagt Shirin (12). „Es ist wie live, als ob man da wäre“, sagt auch ihre Sitznachbarin Tanja (13). „Man schwimmt wirklich im Meer und sieht die Korallen und das Riff“, sagt Arian (11). Besonders beeindruckt hat ihn der Rundum-Blick. Ihr Biologielehrer Conor O’Neill ist auch überzeugt: „So können Schüler Dinge sehen, die sie vielleicht erst später, vielleicht aber auch niemals selbst erleben werden.“ Die App führt nicht nur unter Wasser, sondern auch ins Flugzeug. Der US-Amerikaner sieht darin eine wertvolle Ergänzung für den Unterricht, vor allem in Biologie und Geschichte.

Währenddessen geht Andreas Schmidt mit den Schülern virtuell durch New York und lässt sie die Mondlandung von 1969 nachempfinden. Lehrer O’Neill guckt durch den Pappkasten einer Schülerin: „Wow“, sagt er, „das wird man so schnell nicht vergessen.“

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