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Hannover Was hilft bei Borreliose?
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00:18 29.05.2018
Zahlreiche Selnsthilfegruppen informieren am Soonnabend rund um den Kröpcke. Quelle: Mathias Klein
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Hannover

Inzwischen geht es Edelgard Wollny besser. Jahrelang durfte die Hannoveranerin ihre Enkelkinder nicht sehen, weil deren Eltern der das nicht wollten. Eine schlimme Situation, sowohl für die Großeltern, ganz besonders aber für die Kinder, meint die 79-Jährige. Schon vor Jahren gründete sie deshalb die Selbsthilfegruppe für ein Umgangsrecht für Großeltern.

Die Initiative gehört zu rund 50 Selbsthilfegruppen, die am Sonnabend auf und rund um den Kröpcke ihre Arbeit vorstellen. Unter anderem sind der Verein für Glücksspielsüchtige, die Gruppe „Gemeinsam statt Einsam“ und die Selbsthilfegruppe „Unruhige Beine“ in der City vertreten.

Selbsthilfe könne auch heißen, andere Methoden als die üblichen kennenzulernen, sagt Angelika Voß von der Selbsthilfegruppe Depression aus Engelbostel bei der Eröffnung der Veranstaltung. Im medizinischen Bereich seien das neben der Schulmedizin die chinesische Medizin oder die Fußzonenreflexmassage, berichtet Voß.

Wollny hat damals geholfen, dass es andere Großeltern mit dem gleichen Problem gibt. Später, als ihre Enkelkinder groß waren, durfte siediese das erste Mal nach rund 10 Jahren sehen. „Man spürt aber gleich, dass ein Stück gemeinsames Erleben fehlt“, berichtet sie.

Michael Eisenberg wurde im Jahr 2000 im Unterschenkel von einer Bremse gestochen. Sofort entwickelte sich eine handgroße Entzündung. Später wurde der ehemalige Briefträger vergesslich. „Es war, als wenn jemand auf die Löschtaste gedrückt hätte, alle Namen waren weg“, berichtet er. Es dauerte fünf Jahre, bis die Ärzte Borreliose bei Eisenberg feststellten, ausgelöst durch die Bremse. Der 60-Jährige Frührentner will jetzt mit der Borreliose-Selbsthilfe Betroffenen helfen und auch andere vor den Gefahren vor allem durch Zeckenbisse warnen. In der Selbsthilfegruppe hat er gelernt, dass es noch andere Therapien gibt, als durch Antibiotika. Als Beispiele nennt er Vitamine, gesunde Ernährung und Bewegung. „Da geht es viel um den Austausch untereinander, das kann kein Arzt leisten“, meint Eisenberg.

Am Stand des Blinden- und Sehbehindertenverbandes stellt Fritz Loewing Besen und Handkehrer her. Früher war das die Standardarbeit für Blinde in den Werkstätten“, berichtet der 78-Jährige. Heute werde das aber kaum noch gemacht, wegen des Preises. Ein von Loewing hergestellter Handfeger aus Roßhaar kostet 19 Uhr, im Drogeriemarkt gebe es Handfeger mit Plastikfasern jedoch schon für 1,99 Euro. Es sei aber wichtig, das blinde Menschen auch weiterhin eine vernünftige arbeit hätten.

Der Selbsthilfetag dauert am Sonnabend noch bis 16 Uhr.

Von Mathias Klein

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