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Hannover So sind die Hannover-Konzerte von Helene Fischer
Nachrichten Hannover So sind die Hannover-Konzerte von Helene Fischer
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17:04 14.09.2017
Von Uwe Janssen
Helen Fischer bei ihren Konzert in Hannover. Quelle: Dröse
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Hannover

"Helene will nah an den Leuten sein", sagt Omar Sharif Mukhtar. Das sieht dann aktuell so aus: Hannover, größte Halle der Stadt, Auftakt zur neuen Tournee. 10 000  Menschen, mittendrin: Helene Fischer, deutscher Schlagersuperstar, zwischen zwei Stadiontourneen zur Abwechslung mal in einem für sie geradezu intimen Rahmen unterwegs. „Hannooover“ jauchzt sie zu Beginn des ersten Konzerts, nachdem sie selbstverständlich nicht einfach auf die Bühne gelaufen, sondern im kurzen, stacheligen Blauen an Bändern in die Halle geschwebt ist. Was sie eben jenem Omar Sharif Mukhtar zu verdanken hat. Der Brite hat die Show konzipiert, und es wäre nicht Helene Fischer, wenn es nicht auch hier reihenweise Rekorde zu brechen gälte.

69 Shows in 14 Städten stehen auf dem Plan, mehr am Stück als jede Künstlerin in Deutschland zuvor. Fünf Abende sind es allein in Hannover. Der technische Aufwand ist beträchtlich, 33 Trucks befördern die Produktion, 110 Tonmen Material sollen, wie es heißt, unter der Hallendecke hängen. Bei den ersten Songs „Nur mit dir“ und „Phänomen“ schießen Rauchsäulen aus dem Boden, hängen plötzlich kräftige Menschen an Seilen von der Decke, auch Fischer wird wieder in die Luft gezogen. Das volle Programm. Wie praktisch, dass sie ein Lied mit genau diesem Titel parat hat.

Um nah bei den Leuten zu sein, hat die 33-Jährige ein Großaufgebot an Mitstreitern auf und über der Bühne mitgebracht. Neben ihrer Band, die je nach Bedarf in den Bühnenboden versenkt und wieder hervorgeholt werden kann, sind das Artisten vom Cirque du Soleil. Die Wahl scheint dem Plan dienlich zu sein, schließlich ist die kanadische Großtraumfabrik darauf spezialisiert, großen Hallen mit einer Mischung aus choreografischer Eleganz und künstlerisch-sportlicher Hochleistung eine Zirkustheateratmosphäre einzuhauchen. Sie sind anfangs nur Tupfer, im ersten Durchgang kann es nur eine geben.

Fischer trommelt, tanzt in einer Box, hüpft anschließend aus dem zweiten Stock in ein Sprungkissen, kniet am Bühnenrand, smalltalkt mit den Fans („Wer war schon auf zehn Konzerten von mir?“), kokettiert mit dem Schwangerschaftsgerüchten („Es ist immer noch nichts da“), schwebt immer wieder durch die Luft und steht irgendwann in einem Wasserfall-Rock auf der Bühne. Großes Hui im Publikum, ähnlich wie bei einem geschmeidigen Kraftprotz an den Strapaten.

Und da Helene-Fischer-Veranstaltungen schon lange mehr sein wollen als reine Konzerte, fügt sich hier eins ins andere. Schon bei ihrer Stadiontour flog sie an Seilkonstruktionen durch die Arenen, auch auf einem riesigen Fantasievogel ist sie schon über die Köpfe der Besucher geflogen. In ihren Schlagern, auch vom neuen Album „Herzbeben“, wird ohnehin dauernd geschwebt, geflogen und abgehoben. Passt also. Fest steht: Hier gibt es was fürs Geld. Augenfutter en masse, jeder Song eine neue Choreografie. Man könnte auch sagen: zu jeder Choreografie gibt es ein Helene-Fischer-Lied.

Nach der Pause kommt sie in ihrem fünften Outfit zurück und lässt sich auf einer großen Schwenkbühne durch die ganze Halle tragen. Da ist er wieder, der Plan.

„Das ist für mich ein Höhepunkt. Wenn ich euch so nah sein kann“, sagt Fischer, singt dann auf einer Schwebebühne im hinteren Teil der Halle ein Lied für Paare und eins für ihre Eltern, bevor sie dann in einer Art Käfig unter der Decke hängt. Den Raum in seinen gängigen Showmustern aufzulösen, gelingt hier wie gewünscht.
Dann beginnt mit „Herzbeben“ der Partyteil. Es wird getanzt. Vor, auf und über der Bühne. Noch viermal in Hannover. 68-mal insgesamt. Und alles so nah wie möglich.

Die Vorfreude auf das erste Tourkonzert von Helene Fischer in Hannover ist groß gewesen, schon am Tag zuvor warteten einige Fans, andere erhofften sich am Dienstagmittag, einen Blick auf Helene Fischer werfen zu können. 

 

 

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