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Hannover Hier investiert die Stadt in ihre Schulen
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19:08 29.06.2018
Umfangreiches Projekt: Die Goetheschule wird für 34 Millionen Euro umgebaut und saniert – die Schüler sind derzeit ins Gymnasium Limmer umgezogen. Quelle: Foto: Heidrich
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Hannover

Die Schüler machen Pause – doch in vielen Schulen herrscht trotzdem reger Betrieb. Etliche Bauarbeiter sind dort im Einsatz, sie sanieren die Gebäude, bauen um oder ziehen sogar Neubauten in die Höhe. Die Stadt nutzt die Sommerferien, um die Bauprojekte gezielt voranzutreiben. Allerdings sind etliche der Vorhaben so umfangreich, dass die sechs unterrichtsfreien Wochen dafür bei Weitem nicht ausreichen.

Großprojekt: Das teuerste Projekt auf der Liste der Stadt ist der Umbau der Goetheschule, der im Sommer 2019 beendet sein soll. Für 34 Millionen Euro wird das Gymnasium in der Nordstadt auf fünf Züge erweitert und saniert. Ein neuer Klassentrakt wurde bereits in Betrieb genommen. Weitere Räume für die Sekundarstufe II kommen hinzu, ebenso wie eine Mensa und eine Dreifeldsporthalle; die Aula und der Musikbereich werden saniert. Bereits vor einem Jahr haben die rund 700 Schüler und ihre Lehrer der Goetheschule den Bauarbeitern Platz gemacht und sind übergangsweise in das Gymnasium Limmer eingezogen.

Die Grundschule am Welfenplatz erhält einen kompletten Neubau – nach der Fertigstellung wird der Altbau abgerissen. Quelle: Foto: Heidrich

Neubauten: Noch ist die 2014 gegründete Grundschule Am Welfenplatz provisorisch in der früheren Albrecht-Dürer-Förderschule untergebracht. Seit Juni vergangenen Jahres wird auf dem Gelände aber bereits ein Neubau samt Einfeldsporthalle und Außenanlagen errichtet. 11,3 Millionen Euro sind dafür veranschlagt. Die städtischen Planer haben den voraussichtlichen Einzugstermin für Oktober dieses Jahres avisiert. Sobald die Schüler im Neubau unterrichtet werden, wird der Altbau abgerissen, um Platz für eine neue Kita mit fünf Gruppen zu machen.

Das Schulzentrum Misburg erhält für 5 Millionen Euro eine neue Mensa. Der pavillonartige Bau mit Veranstaltungsraum und Holzterrasse soll bereits im August fertig sein, die Außenanlagen einen Monat später.

Module/Container: Um zusätzlichen Platz zu schaffen, stellt die Stadt in diesem Sommer weitere Modulanlagen fertig. Vier temporäre Klassenräume mit Sanitärbereich erhält die Grundschule Mühlenberg, an der Bismarckschule in der Südstadt sowie an der Kleefelder Schillerschule werden zwei solcher Unterrichtszimmer installiert. An der Grundschule Groß-Buchholzer Kirchweg wird das seit vier Jahren genutzte Interimsgebäude bis zum Herbst wieder abgebaut.

Weitere Sanierungen: Das Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium konnte im vergangenen Jahr einen dreigeschossigen Anbau in Betrieb nehmen. Nun steht der dritte Bauabschnitt mit einer 6,45 Millionen Euro teuren Sanierung des Hauptgebäudes an. Bis zum Frühjahr 2019 werden alle Innenräume, die Sanitäranlagen, Fassade und Dach erneuert, zudem wird das Gebäude barrierefrei.

Für rund 3,2 Millionen Euro wird der Sporthallenkomplex der IGS Roderbruch aufwendig saniert, auch Schadstoffe müssen beseitigt werden. Da die Schule über zwei Hallen verfügt, bleibt bis zum Sommer 2019 immer eine davon für den Schul- und Vereinssport in Betrieb. Am Schulzentrum Anderten werden bis Mitte September für 900 000 Euro die Umkleiden und Duschen der Schwimmhalle erneuert, und die Sporthalle der Tellkampfschule wird für 280 000 Euro bis Ende September ebenfalls saniert.

Auch auf der Sanierungsliste stehen die Dächer der Grundschule Wasserkampstraße (511 000 Euro) und der IGS Linden (855 000 Euro), die Toiletten der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule (471 000 Euro), Fassade und Fenster der Südstadtschule (1,2 Millionen Euro) sowie Decken- und Klinkerarbeiten an der Förderschule Maximilian Kolbe (190 000 Euro).

Brandschutz: An insgesamt 12 Schulen sind im Laufe des Sommers Umbauten für den Brandschutz geplant. Fast 11 Millionen Euro gibt die Stadt dafür aus. Das teuerste Einzelprojekt ist an der Wilhelm-Raabe-Schule vorgesehen: Die Verbesserung der Fluchtwege des Südstädter Gymnasiums kostet 3,5 Millionen Euro.

Von Juliane Kaune

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