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Hannover SPD: Stadt soll Bau von Vereinshallen fördern
Nachrichten Hannover SPD: Stadt soll Bau von Vereinshallen fördern
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19:00 25.11.2018
Der TKH hat sein Bewegungszentrum ohne städtische Zuschüsse errichtet, das soll sich jetzt ändern. Quelle: Sielski-Press
Hannover

Schulen und Sportvereine kämpfen seit Jahren um Trainingszeiten in Turnhallen – dieser Konflikt wird sich in den kommenden Jahren zuspitzen. Das geht aus statistischen Prognosen der Stadtverwaltung für das Jahr 2025 hervor.„Hannover wächst, und es fehlen immer mehr Hallen-Kapazitäten insbesondere für Kinder, Jugendliche und Senioren“, bestätigt Hajo Rosenbrock, Vorsitzender des Turn Klubb zu Hannover (TKH). Die SPD im Rat schlägt jetzt vor, dass Vereine eigene Sporthallen bauen, mit Unterstützung der Stadt und der Hilfe von Sponsoren. „Dabei darf der Eigenanteil für die Sportvereine nicht zu hoch sein“, sagt SPD-Sportpolitiker Angelo Alter.

Die Kosten für den Bau einer großen 3-Feld-Halle liegen zwischen fünf und sieben Millionen Euro. Kleinere Hallen sind für deutlich weniger Geld zu realisieren. „Unter einer Million Euro wird es schwierig“, sagt Rosenbrock vom TKH. Er kann dem Vorstoß der SPD viel abgewinnen. „Die Stadt sollte die Vereine noch stärker in die Lage versetzen, sich selbst zu helfen“, sagt der TKH-Chef. Er erinnert an die Stadt Oldenburg, die sich an jedem Sporthallen-Neubau mit 30 Prozent beteiligt.

Auch der TuS Ricklingen, ein Verein mit 850 Mitgliedern, findet die Idee einer eigenen Halle prinzipiell gut. „Aber wie sollen wir das finanzieren?“, fragt sich der Vorsitzende Horst Beck. Sein Verein habe keine Möglichkeit, hohe Rücklagen zu bilden. Man sei schon froh, genügend Ehrenamtliche für die Vereinsarbeit zu finden.

In Hannover müssten zunächst die Sportförderrichtlinien der Stadt geändert werden, findet der TKH. „Gefördert wird derzeit schwerpunktmäßig die Sanierung von Sportstätten, nicht der Neubau“, sagt Rosenbrock. Als der TKH sein neues Bewegungszentrum errichtete, habe die Stadt keine Zuschüsse geben können, weil die Richtlinien das nicht vorsahen.

Das löst bei der SPD Kopfschütteln aus. „Ich erwarte, dass uns die Stadt im Frühjahr neue Förderrichtlinien vorlegt“, sagt Ratsherr Alter. Allein mit der Sanierung von Sporthallen sei es kaum möglich, mehr Kapazitäten für Vereine zu schaffen. „Wir brauchen eine neue Option, den Neubau von Vereinshallen“, sagt Alter.

In sieben Stadtbezirken liegt das Angebot von Sportmöglichkeiten in Turnhallen bereits weit unter dem Bedarf. Im Bezirk Ricklingen werden nur 60 Prozent des Bedarfs gedeckt, Tendenz fallend. Das geht aus dem sogenannten Sportraumentwicklungsplan der Stadt hervor. Auch im Bezirk Vahrenwald-List liegt die Versorgung nur bei 66 Prozent, im Jahr 2025 rechnet die Stadt mit 64 Prozent. Ursache für den Rückgang sind zum einen schwindende Hallen-Kapazitäten. Immer mehr Schulen bieten eine Ganztagsbetreuung an. Die Kinder nutzen auch nachmittags die Schulsporthallen. Für Vereine sind die Hallen meist erst ab 17 Uhr frei. Zum anderen wächst die Bevölkerung und damit auch die Zahl der sportbegeisterten Hannoveraner.

Von Andreas Schinkel

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