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Hannover Inliner-Club muss Plan für Radrennbahn überarbeiten
Nachrichten Hannover Inliner-Club muss Plan für Radrennbahn überarbeiten
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16:56 12.02.2019
Ende 2017 wurde auf der Bahn in Wülfel das letzte Radrennen ausgetragen, jetzt will ein Inliner-Verein die Anlage übernehmen. Quelle: Florian Petrow
Hannover

Die marode Radrennbahn in Wülfel mit ihren hölzernen Bahnen soll eine Sportstätte für Inline-Skater werden – so stellt es sich der Inline Club Hannover (ICH) vor. Doch die Übernahme der Anlage ist längst nicht in trockenen Tüchern. Die Stadtverwaltung fordert den kleinen Verein auf, seine Pläne zu überarbeiten. „Bis März soll der Inline Club sein Konzept final vorlegen“, sagte Sportdezernentin Konstanze Beckedorf kürzlich im Sportausschuss. Dann werde man die Pläne genau unter die Lupe nehmen.

Verein muss Betriebskosten auflisten

Der Inliner-Verein will die Holzbahnen langfristig abbauen und durch eine 200 Meter lange, ovale Strecke für Skater ersetzen. Die Fahrbahn wäre asphaltiert, die Kurven um 15 Prozent geneigt. Zudem soll es im Inneren der Arena einen 350 Meter langen, ebenerdigen Straßenkurs geben. Diese Grundidee für die 24.000 Quadratmeter große Anlage stelle die Stadt nicht infrage, sagt der Vereinsvorsitzende Mirko Feesche. „Vielmehr geht es jetzt um Details, etwa die Betriebskosten“, sagt er. Der Verein mit seinen 150 Mitgliedern muss beweisen, dass er eine solche Sportstätte finanziell tragen kann.

Der Vereinsvorsitzende geht davon aus, dass sein Skater-Paradies auch für den Schulsport attraktiv ist. „Schließlich ist Inliner-Fahren ein Teil des Sportunterrichts“, sagt Feesche. Auf seiner Anlage könnten Workshops für Schulklassen und für interessierte Hobbyskater stattfinden. Dadurch würde sich der Verein zusätzliche Einnahmequellen erschließen.

Grüne für Erhalt der Sportstätte

Die Ratspolitik hofft, dass die Pläne des Inliner Clubs am Ende aufgehen. „Ich wünsche mir, dass die Anlage als Sportstätte erhalten bleibt“, sagt Grünen-Sportpolitiker Mark Bindert. Um eine tragfähige Lösung zu finden, sieht er auch die Sportverwaltung in der Pflicht. Mit der Sanierung der Anlage dürfe der Verein nicht allein gelassen werden. Tatsächlich werden asbesthaltige Materialien im Gebäude vermutet, der Boden unterhalb der Holzbahnen ist vermutlich mit Schadstoffen belastet. Auch die SPD findet, dass der Inliner-Club eine Chance verdient hat. „Aber wir brauchen eine tragfähige und nachhaltige Lösung“, sagt SPD-Sportpolitiker Angelo Alter. Der Verein dürfe sich nicht übernehmen. Die alte Radrennbahn wurde 2017 aufgegeben.

Von Andreas Schinkel

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