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Hannover Junge Bäume in der Eilenriede fallen der Dürre zum Opfer
Nachrichten Hannover Junge Bäume in der Eilenriede fallen der Dürre zum Opfer
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21:04 05.10.2018
Der hellrote Punkt auf dem Birkenstamm an der Bernadotteallee markiert: „Baum mit Pflegebedarf.“ Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

Der Sommer ist vorbei und mit dem Herbstbeginn hat es auch wieder mal richtig geregnet in Hannover – aber die lang andauernde Trockenheit und Hitze in diesem Jahr hat der Eilenriede und den anderen Stadtwäldern zugesetzt. Besonders junge, neu gepflanzte Bäume haben die klimatische Belastung nicht überstanden und sind eingegangen. Die Stadt hat aber einen Teil der jungen Anpflanzungen extra bewässern lassen, damit die Schäden nicht zu groß ausfallen. Auch einzelne größere Bäume sind der Dürre der vergangenen Monate zum Opfer gefallen. Dabei handelt es sich bisher um einzelne Standorte, die Stadt verzeichnet keine Ausfälle in der Fläche. In der Landschaft und an den Waldrändern fallen besonders abgestorbene Birken mit braunem Blattwerk auf. „Birken vermehren sich aber schnell und wachsen gut, so dass diese Ausfälle kein Grund zur Sorge sind“, erklärt Stadtsprecher Dennis Dix. Die städtischen Förster beobachten außerdem in allen Wäldern Trockenschäden bei Sträuchern wie Holunder und Hasel sowie in der Krautschicht. Diese Vegetation breite sich in der Regel aber schnell wieder aus.

Eine Bilanz der längerfristigen Gesamtschäden durch die Dürre kann die Stadt allerdings erst im Frühjahr ziehen. Dann wird offensichtlich, ob Pilze oder andere Schädlinge sich in den von der Trockenheit geschwächten Bäumen einnisten. Zumindest die Borkenkäfer bereiten den städtischen Forstmitarbeitern dabei wenig Sorge. Die in unseren Breiten gefährlichen Borkenkäferarten machen sich über Nadelbäume wie Fichte und Kiefer her. Da der Anteil an Nadelhölzern in den städtischen Forsten sehr gering ist, stellen die Mitarbeiter nur vereinzelt einen Käferbefall fest. „Diese Schädlinge sind bei uns kein Problem“, betont Dix.

Dennoch sieht die Stadt die Zunahme der extremen Wetterlagen bereits mit großer Sorge. Eine Besonderheit der vergangenen Jahre sei der extreme Wechsel von sehr feuchten zu sehr trockenen Jahren, berichtet der Stadtsprecher. „Das versetzt die Bäume jeweils in Stresssituationen.“ So leben die Eichen im Tiergarten eigentlich auf sehr feuchtem Boden, längere Hitzeperioden seien eine ungewohnte Belastung.

Die Beeinträchtigungen durch Nässe, Trockenheit und Stürme können sich dabei wechselseitig verstärken. So hatte der starke Niederschlag im vergangenen Winterhalbjahr die Standfestigkeit mancher älterer Bäume beeinträchtigt. Die starken Stürme brachten einige der Bäume zu Fall. Die Stadt hatte deshalb Neupflanzungen vornehmen lassen, von denen manche nun die sommerliche Dürre nicht überstanden haben.

Von Bärbel Hilbig

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