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Hannover Staupe-Fälle häufen sich – Hunde impfen lassen!
Nachrichten Hannover Staupe-Fälle häufen sich – Hunde impfen lassen!
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00:20 11.02.2018
Der Fuchs aus der Marienstraße wurde getötet.  Quelle: Gärtner
Hannover

 In Hannovers Süden breitet sich das hochgefährliche Staupe-Virus unter Wildtieren aus. Stadtjäger Heinz Pyka berichtet, dass er allein in der vergangenen Woche zwei kranke Füchse, zwei Dachse und zwei Waschbären erschießen musste. „Die Untersuchungen haben ergeben, dass alle von Staupe befallen waren“, sagt Pyka. Für Menschen gilt der Erreger als ungefährlich, bei Hunden aber verläuft eine Infektion tödlich. Jeder Hundehalter sollte dringend die Impfung seines Tiers auffrischen lassen, empfiehlt Pyka: „Eine nachträgliche Impfung rettet nicht.“ 

Mitte Januar hatte ein geschwächter Fuchs Schlagzeilen gemacht, den ein Anwohner nahe der Marienstraße gefunden hatte. Er hatte das Tier in seinen Keller gebracht und dann Polizei und Feuerwehr informiert. Wegen des Verdachts auf Staupe und des insgesamt schlechten Zustandes wurde entschieden, den Fuchs zu töten. Eine Oduktion ergab später, dass das Tier tatsächlich von Staupe und Parasiten befallen war und keine Überlebenschance hatte. 

Jetzt häufen sich die Fälle. Die beiden Füchse hat Pyka im Bereich des Engesohder Friedhofs (Südstadt) und der Güntherstraße (Waldhausen) gefunden, die Dachse und Waschbären in der nahen Leinemasch. Alle seien stark abgemagert und schwach gewesen. „Sie hatten nur knapp halb so viel Gewicht wie eigentlich üblich“, sagt Pyka

Das Staupe-Virus ähnelt dem Masernvirus bei Menschen und ist hochinfektiös. Hundehalter sollten ihre Tiere keinesfalls an kranken Wildtieren oder dem Kot anderer Tiere schnüffeln lassen. Ganz junge Hunde haben zwar noch einen Grundschutz aus dem Mutterleib, der jedoch nach wenigen Wochen nachlässt. Tierärzte empfehlen daher sehr früh eine Grundimpfung, die mehrfach aufgefrischt werden muss. Auch streunende Katzen können infiziert werden. 

Wer ein schwaches Wildtier mit Verdacht auf Staupe oder andere Krankheiten entdeckt, sollte sich bei der Polizei (0511-109-0) oder der Feuerwehr unter 112 melden. Diese informieren den zuständigen Jäger oder kommen selbst, um das Tier abzuholen. 

Von Conrad von Meding

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