Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hannover Hunderte Ideen zum Steintor-Umbau werden ausgewertet
Nachrichten Hannover Hunderte Ideen zum Steintor-Umbau werden ausgewertet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:19 28.11.2018
Rund 100 Besucher diskutieren beim Steintor-Forum im Alten Rathaus über den Umbau des Platzes. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Hunderte Ideen haben die Hannoveraner zum Umbau des Steintorplatz geäußert, jetzt geht es darum, Vorschläge zu bündeln und weiterzuentwickeln. Erste, vorsichtige Synthesen aus den teilweise widerstreitenden Ideen hat am Mittwochabend das Moderationsteam Urban Catalyst bei einer Bürgerversammlung im Alten Rathaus gezogen. „Wir haben die beliebtesten Ideen herausgefiltert“, sagte Urban Catalyst Chef, Klaus Overmeyer. An Stehtischen konnten die etwa 100 Besucher weiter diskutieren.

Konsens unter den Hannoveranern ist offenbar, dass das Steintor nicht bebaut werden soll. Overmeyer bringt das auf die Formel: Es bleibt Platz für den Platz. Des weiteren sind sich die Stadtbewohner einig, dass das Steintor grüner werden soll. Wie grün, das gelte es noch zu klären, sagt der Chef des Moderationsteams. Grüne Inseln mit Rasenstücken und Pflanzen sind ebenso in der Verlosung wie ein Platanenwäldchen. „Aber ist wirklich jede Form der Bepflanzung technisch machbar?“, will Dirk Aigner, ehemaliger Geschäftsführer der City-Gemeinschaft wissen. Schließlich verlaufe unterhalb des Platzes die U-Bahn. Prinzipiell sei eine Begrünung möglich, erwidert Baudezernent Uwe Bodemann. Man müsse an manchen Stellen schauen, ob dort Bäume gepflanzt werden können.

Klar ist auch, dass sich die Hannoveraner eine andere Verkehrsführung wünschen. „Rad- und Fußwegverkehr müssen im Übergang zur Langen Laube entflechtet werden“, sagt Overmeyer. Die Frage sei aber, wie der Radverkehr künftig zu führen ist: Quer über den Platz oder um den Platz herum? Eine Besucherin regt an, den Autoverkehr aus der Münzstraße zu verbannen. Dem widerspricht Bodemann. Das lasse die aktuelle Verkehrsführung nicht zu.

Ein Konsens zeichnet sich bei der Nutzung des Platzes ab. Das Steintor soll keine Transitstrecke bleiben, sondern zum Aufenthalt einladen, etwa durch Bänke. Auch Veranstaltungen sind weiterhin erwünscht, doch kollidiert diese Forderung mit der Sehnsucht nach einer grünen Oase. Möglicherweise müssten Veranstaltungen auf den Goseriedeplatz verlegt werden, wenn das Steintor ein Ort des ruhigen Verweilens sein soll, sagt Overmeyer. Oder umgekehrt.

Noch gibt es viel zu besprechen. Am Mittwoch, 4. Februar, lädt die Stadt erneut zur Bürgerversammlung ins Alte Rathaus. Bodemann kündigt an, die Ideensammlung zum Steintor im Foyer des Bauamts zu präsentieren.

Von Andreas Schinkel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wissenschaftsstaatssekretärin Sabine Johannsen spricht beim Neujahrsempfang der MHH. Auch die Konkurrenz um Pflegekräfte ist für das Land ein wichtiges Argument für einen Neubau.

01.12.2018

Hörgeräte und Brillen auf zwei Etagen: Nach umfassender Renovierung öffnet der Laden in der Karmarschstraße am Donnerstag wieder seine Pforten.

01.12.2018

Die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren stellt die Stadt Hannover baulich vor große Herausforderungen. An 16 Schulen muss in den nächsten Jahren zeitgleich saniert und erweitert werden. Ohne Container wird es nicht gehen.

01.12.2018