Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hannover Streik bei Üstra, Kitas, Theater und Müllabfuhr am Donnerstag
Nachrichten Hannover Streik bei Üstra, Kitas, Theater und Müllabfuhr am Donnerstag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:45 14.03.2018
In städtischen Kitas und bei der Üstra in Hannover droht am Donnerstag Streik.  Quelle: dpa/HAZ
Hannover

 Die Gewerkschaft Verdi hat für Donnerstag (15. März) umfassende Streiks in und um Hannover angekündigt. Neben der Üstra und den Kitas sind unter anderem auch die Beschäftigten des Abfallwirtschaftsbetriebs Aha, des Staatstheaters und der Stadtentwässerung zum Streik aufgerufen.  

Streik

Was hat geöffnet, was bleibt geschlossen? Alles, was Sie wissen müssen.

Mehrere tausend Beschäftigte wollen sich auf vor dem Neuen Rathaus sammeln, um von dort zum kommunalen Arbeitgeberverband am Ernst-August-Platz zu ziehen. Aufgerufen sind auch die Beschäftigten der Region und der Kommunen Garbsen, Neustadt, Langenhagen, Laatzen, Wennigsen, Hemmingen, Gehrden, Springe, Ronnenberg, Barsinghausen, Seelze, Wunstorf und Pattensen

Busse und Bahnen fahren nicht

Wegen des Streikaufrufs werden bei der Üstra vom frühen Morgen bis in die Nachtstunden keine Busse und Bahnen fahren. Dort haben die Mitarbeiter einen Organisationsgrad von rund 90 Prozent. Zahlreiche städtische Kitas dürften voraussichtlich geschlossen bleiben. Ob die Stadt, wie bei vorherigen Streiks, Notdienste einrichtet, stand am Dienstagabend noch nicht fest. Voraussichtlich werden am Donnerstag auch keine Mülltonnen geleert und kein Altpapier abgeholt. Wann die Abfuhr nachgeholt wird, war am Dienstag noch unklar. Bereits am Mittwoch sind die Mitarbeiter der Kommunen Burgdorf, Burgwedel, Sehnde, Lehrte, Wedemark, Uetze und Isernhagen zum Streik aufgerufen, sie treffen sich in Burgdorf zu einer Demonstration.

Die Beschäftigten des Regionsklinikums „verzichten“ auf einen Warnstreik, wie es in einer Pressemitteilung von Verdi heißt. Grund sei die Grippewelle

Verhandlungen für 2,3 Millionen Beschäftigte

Am Dienstagabend war die zweite Verhandlungsrunde für die 2,3  Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen ergebnislos geblieben. Neben Erziehern und Mitarbeitern von Müllabfuhren sowie Verkehrsunternehmen sind unter anderem auch die Straßenreinigung, Kliniken, Sparkassen und Bundespolizisten betroffen. Verdi und der Beamtenbund DBB, der auch Angestellte vertritt, fordern um 6  Prozent höhere Löhne und einen Mindestbetrag von 200 Euro mehr im Monat. Auch die unteren und mittleren Lohngruppen sollten an der guten Konjunkturentwicklung teilhaben können, begründete Verdi-Chef Frank Bsirske die 200-Euro-Forderung. Aber: „Dieser Mindestbetrag stößt auf kategorische Ablehnung der Arbeitgeber, und an diesem Punkt sind wir fundamental auseinander.“

Der Präsident der kommunalen Arbeitgebervereinigung VKA, Thomas Böhle, sagte: „Dass Verdi mit Warnstreiks gedroht hat, lässt keinen Rückschluss auf den Verhandlungsstand zu.“ Verdi arbeite eben mit Warnstreiks, solange kein Ergebnis vorliege. „Wir haben in wichtigen Punkten Annäherungen erzielt, wir sind in anderen noch weit auseinander.“ Viele Städte steckten in finanziellen Problemen, Krankenhäuser hätten mit einem Kostendeckel umzugehen. 

Der Verhandlungsführer des Bundes, Innenstaatssekretär Hans-Georg Engelke, räumte ein: „In wichtigen Punkten sind wir ganz schön auseinander.“ Den geforderten Mindestbetrag lehnten die Arbeitgeber ab, weil genug Geld für Verbesserungen bei Fachkräften bleiben solle.

Roter Punkt: So kommen Sie am Donnerstag zur Arbeit

Die Üstra streikt: Da viele Menschen auf das Auto umsteigen, wird es vermutlich auch auf vielen Straßen voll. Die HAZ möchte helfen – mit einer Mitfahrzentrale und dem „Roten Punkt“.

Von Mathias Klein

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auf der Reiseplattform Tripadvisor können Nutzer Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten an Orten weltweit bewerten. Doch was ist eigentlich in Hannover beliebt? Wir haben die 20 beliebtesten Sehenswürdigkeiten gesammelt.

14.03.2018

Der Protest von Kurden gegen die Militäroffensive der türkischen Armee in Syrien geht auch in Hannover weiter. Am Montagabend kam es zu einer  Demo am Flughafen.

13.03.2018

Das Land Niedersachsen schafft die Kita-Beiträge ab. Zudem dürfen Eltern bei der Einschulung mitentscheiden. Die Kitas in Hannover und der Region stellt das vor große Herausforderungen.

16.03.2018