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Hannover Neue Aktiv-Kita am Maschsee eröffnet
Nachrichten Hannover Neue Aktiv-Kita am Maschsee eröffnet
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13:15 06.12.2018
Applaus: Brian Morris (links) und Thomas Hermann eröffnen die Aktiv-Kita. Quelle: Florian Petrow
Südstadt

Das Amt des Bürgermeisters bringt so manche Herausforderung mit sich. Thomas Hermann meistert seine Aufgabe mit Bravour: Er geht locker zu Boden, verkreuzt die Beine zum Schneidersitz und klatscht rhythmisch in die Hände. Mit diesem Sondereinsatz eröffnet Hermann die neue Kita im Fitnessclub Aspria und freut sich sichtlich über den Start der Einrichtung. Denn die Stadt braucht dringend Betreuungsplätze für Kinder – am neuen Standort am Südufer des Maschsees sind nun sind 20 hinzugekommen.

Die Tagesstätte im Aspria trägt den passenden Namen Aktiv-Kita, zum Konzept gehört viel Sport und Bewegung. Zwar ist derzeit etwa die Hälfte der Jungen und Mädchen, die in den Räumen mit Seeblick betreut werden, Nachwuchs von Clubmitgliedern. Die Kita sei aber offen für alle Familien, betont Aspria-Geschäftsführer Thomas Strohmeyer.

Um die Tagesstätte zu eröffnen, ist Strohmeyer aus Berlin gekommen, Aspria-Chefmanager Brian Morris ist sogar aus London angereist. „Schließlich ist hier am Maschsee der erste Standort für unser europaweites Kita-Konzept“, sagt Morris, selbst Vater von drei Kindern. Auch in Aspria-Clubs in Berlin, Hamburg, Brüssel und Mailand seien Aktiv-Kitas geplant. „Hannover ist aber so innovativ, progressiv und gesundheitsbewusst, dass wir hier den Anfang machen“, erklärt Morris mit bewusst gewählter humoristischer Übertreibung. Nicht übertrieben ist dagegen das Lob für die städtische Verwaltung: Nur acht Monate seien von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Kita-Eröffnung vergangen.

Bürgermeister Hermann hebt hervor, dass die neue Kita von der Stadt ebenso gefördert wird wie die Einrichtungen anderer privater Träger. Zum Betreuungskonzept gehört eine altersübergreifende Gruppe für Kinder zwischen ein und sechs Jahren mit fünf Krippen- und 15 Kindergartenplätzen. Wie in allen anderen Kitas sind die Plätze für Kinder ab drei Jahren beitragsfrei, sie werden von Stadt und Land bezuschusst. Für die Krippenplätze fällt der übliche Tarif von 320 Euro pro Monat an, Ermäßigungen für Geschwister sind möglich. Alle Eltern zahlen ein Essensgeld von monatlich 30 Euro.

Die besonderen Sport- und Bewegungsangebote der Aktiv-Kita müssten nicht extra bezahlt werden, sagt Strohmeyer. Im Ostflügel des Aspria stehen nun auf gut 200 Quadratmetern zwei Gruppenräume und ein Ruheraum zur Verfügung. 300 000 Euro hat Aspria für den Umbau investiert. Hinzu kommt ein Freigelände mit 600 Quadratmetern, das bereits auf Zuwachs angelegt ist. Die Kinder können auch die Aspria-Räume nutzen. Das Angebot reicht von Schwimmkursen über Erlebnispädagogik in den Außenbereichen und Gymnastik in der Sporthalle bis zu Kochkursen in der Club-Küche. Ziel sei es, Kinder spielerisch an den Stellenwert von Bewegung und gesunder Ernährung heranzuführen, erklärt Michael Gallus, der das pädagogische Konzept erarbeitet hat. Lernkompetenz solle mit körperlicher Aktivität verbunden werden.

Alle 20 Betreuungsplätze sind bereits vergeben – mehr als 50 Kinder stehen auf der Warteliste. Durch Vermittlung der Stadt seien auch Flüchtlingskinder in die neue Gruppe aufgenommen worden, sagt Gallus. Die Erweiterung der Aktiv-Kita ist bereits geplant. 2019 solle auf 40 Betreuungsplätze aufgestockt werden, in einem zweiten Schritt sollten es dann 60 werden, kündigt Stohmeyer an. Eltern, die schon in der ersten Runde zum Zuge gekommen sind, sind offenbar zufrieden. „Mir hat dieses Angebot sofort gefallen“, sagt Rahwiya Barudi, dessen zweijähriger Sohn Aman ab März in der Aktiv-Kita betreut wird.

Von Juliane Kaune

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