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Hannover Schüler zeigen ihre Arbeiten im Sprengel-Museum
Nachrichten Hannover Schüler zeigen ihre Arbeiten im Sprengel-Museum
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13:15 06.12.2018
Bunt und kreativ: So stellen sich Schüler die Berufswelt von morgen vor. Quelle: Katrin Kutter
Hannover

Simon (16) hat eine „mitdenkende“ Baguetteverpackung erfunden. „Das Problem kennt doch jeder“, sagt der Schüler von der Integrierten Gesamtschule (IGS) Südstadt, „wenn man im Flugzeug ein in Papier verpacktes Baguette ist, dann beißt man schnell mal versehentlich mit ein Stück Papier ab.“ Seine Verpackung ist so konstruiert, dass das Baguette ähnlich wie beim Wassereis mit jedem Biss etwas weiter aus der Verpackung rutscht.

Eine Verpackung, die mitwächst

„Sehr interessant“, findet Reinhard Laude von der zu Mövenpick gehörende Natur-Bäckerei Marché Airport Hannover die Idee des Jugendlichen. Er will sie auf alle Fälle den Verpackungsexperten seines Betriebs vorstellen.

Kreativität wird in der Arbeitswelt der Zukunft eine immer größere Rolle spielen, da sind sich Bildungsexperten und Ökonomen einig. Wer Erfindungsgeist hat wie Simon, ist also gut gerüstet. Rund 80 Schüler von sechs Schulen aus der Region haben jetzt in dem Projekt „Hand in Hand in die Zukunft 4.0“ gezeigt, wie sich sich die Berufswelt von morgen vorstellen. So geht praktische Berufsorientierung. Unterstützt wurden die Jugendlichen der IGS Südstadt, der Schule auf der Bult, der Calenberger Schule und der Ernst-Reuter-Schule (beide aus Pattensen), der Gutzmannschule und der Robert-Koch-Realschule aus Langenhagen dabei von Unternehmen.

Sechs Schulen aus der Region beteiligt

Bereits zum 5. Mal hat die gemeinnützige GmbH „Einfach genial“ das Projekt, das von der Agentur für Arbeit, der Region Hannover und dem Verein „Mehr Aktion für Kinder und Jugendliche“ gefördert wird, ausgerichtet. Die Schüler seien die Studenten, Auszubildenden und Arbeitnehmer von morgen, sagt Claudia Ghouri. Es sei höchste Zeit, dass auch die digitalen Medien Einzug hielten in die künstlerische Berufsorientierung.

Die Schüler drehten Werbefilme für Unternehmen, entwicklten Plakate, Collagen, 3-D-Plastiken, Animationen oder Spiele wie Neele Kannegieß (14). Sie hat ein Brettspiel nach Vorbild von Monopoly kreiert, nur dass man keine Häuser oder Straßen kaufen, sondern eine Ausbildung zum Justizvollzugsbeamten absolvieren. Inspiriert wurde die Schülerin der IGS Südstadt durch ihren Kontakt zu Mitarbeitern der Jugendanstalt Hameln. „Schließer sagt man nicht“, erklärt die Neuntklässlerin, „das ist eine Beleidigung.“ Sie habe durch das Projekt sehr viel über sich erfahren, über ihre Stärken und Fähigkeiten.

Ausgestellt werden die Objekte der Schüler im Spengel-Museum. „Qualität ist mir wichtig“, sagt Soimon. „Ich habe nicht viele Sachen, aber sehr gute.“ Eine Zehntklässlerin der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Pattensen sagt, sie habe ihre Stärken und Schwächen kennengelernt, das kreative Arbeiten habe ihr viel Spaß gemacht. Einen konkreten Berufswunsch hat die 15-Jährige schon: „Jura studieren, vielleicht hinterher in die Politik gehen.“ Ihre Mitschülerin möchte zur Polizei gehen.

2019 geht es auf den Mars

„Am Anfang ist der Schlüssel zu sich selbst“, sagt Claudia Ghouri von „Einfach genial“. Im nächsten Jahr sollen die Teilnehmer auf den Mars landen. Und das Leben dort erkunden. Um den Erfindungsreichtum der Jugendlichen muss einen sicher nicht bange sein.

Von Saskia Döhner

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