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Hannover Schulen wünschen sich mehr Verkehrssicherheit
Nachrichten Hannover Schulen wünschen sich mehr Verkehrssicherheit
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15:49 28.06.2018
Manche Kinder, die zur Grundschule Kestnerstraße gehen, müssen die Marienstraße überqueren. Die Grünphasen der Fußgängerampeln seien zu kurz, monieren Schulvertreter. Quelle: Christian Behrens
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Südstadt

Stopp für Elterntaxis, sichere Wege über verkehrsreiche Straßen, Tempolimits und übersichtliche Kreuzungen – das sind einige der Ideen, die Südstädter Schulen kürzlich im Bezirksrat vorgetragen haben. Die Politiker hatten zu einer Anhörung zum Thema Schulwegsicherheit geladen. Dabei sollte es auch um die Frage gehen, ob die Südstädter Schulen dem Beispiel der Albert-Schweitzer-Schule folgen wollen. Die Grundschule in Limmer hat zusammen mit Stadtverwaltung und Polizei ein Halteverbot für Elterntaxis ausgesprochen. Seitdem ist die Verkehrslage morgens vor der Schule deutlich entspannter. Aber das Modell kommt nicht für alle Südstädter Schulen infrage. Stattdessen haben sie andere Ideen, wie Schulwege im Stadtviertel sicherer werden können. Die Vorschläge im Einzelnen:

Grundschule Kestnerstraße: Elterntaxis seien an der Schule kein großes Problem, meint ein Mitglied des Schulvorstands. Viele Kinder müssten aber die befahrene Marienstraße überqueren, und dort gebe es noch Verbesserungsbedarf. Die Grünphasen seien insgesamt zu kurz, Kinder müssten zum Teil auf einer Mittelinsel warten, umtost vom Autoverkehr. Ein Vertreter der Polizei wendet in der Bezirksratssitzung ein, dass man die Grünphasen bereits untersucht habe. „Das lässt sich nicht anders regeln“, sagt er.

Waldorfschule Maschsee: „Wir wünschen uns eine Regelung wie an der Albert-Schweitzer-Schule“, sagt ein Vertreter der Waldorfschule. Die Sackgasse, die zum Schuleingang führt, müsse zwischen 7.30 und 8 Uhr für den Verkehr gesperrt werden. Etliche Eltern chauffierten ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, das liege auch an dem weiten Einzugsgebiet der Schule. „Die Situation ist katastrophal“, meint auch Grünen-Bezirksratsherr Oliver Kluck. Die Polizei will dem gern Glauben schenken, meint aber: „Wenn wir dort den Verkehr kontrollieren, läuft es.“

Otfried-Preußler-Schule: Die Vertreter der Schule monieren, dass auf der Schlägerstraße und der Lutherstraße viel zu schnell gefahren wird. „Die Schlägerstraße wird wie eine Schnellstraße genutzt“, heißt es aus der Elternschaft. Auf der Lutherstraße gelte zwar Tempo 30, aber viele Fahrer hielten sich nicht daran. Für Kinder sei die Überquerung solcher Straßen gefahrvoll. Grünen-Vertreter Kluck gibt zu bedenken, dass die Schlägerstraße demnächst zur Fahrradstraße erklärt werden soll. „Das könnte zur Beruhigung beitragen“, meint er.

Südstadtschule: Auch die Südstadtschule hat keine Probleme mit Elterntaxis, dafür sorgen schon die Schülerlotsen. Probleme bereiten aber die vielen zugeparkten Ecken, etwa entlang der Böhmerstraße. „Kleine Kinder sehen dann zu spät, ob ein Auto kommt“, sagt ein Vertreter der Schule. Zudem werde auf der Böhmerstraße oft zu schnell gefahren.

Montessorischule: Ähnlich wie die Waldorfschule hat auch die Montessorischule in der Bonner Straße das Problem, dass Eltern in eine Sackgasse einbiegen und ihre Kinder bis zur Schultür chauffieren. „Dort wird dann im Halteverbot gestoppt“, berichtet ein Vertreter der Schule. Schwierig sei für Kinder auch die Überquerung der viel befahrenen Mainzer Straße. In der Hilde-Schneider-Allee wünscht er sich einen Radweg. „Der Gehweg wäre dafür marienstrassebreit genug“, sagt der Schulvertreter.

Von Andreas Schinkel

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