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Hannover Diese Hotel-Aussicht in Hannover war Robbie nicht gut genug
Nachrichten Hannover Diese Hotel-Aussicht in Hannover war Robbie nicht gut genug
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07:25 15.09.2017
Von Conrad von Meding
Fußball super, Hotel eher weniger: Robbie Williams hat offenbar ein gespaltenes Verhältnis zu Hannover. Quelle: HAZ/dpa/M
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Hannover

Lob und Tadel liegen manchmal so nahe beieinander. Begeistert hat sich Popstar und Fußballfan Robbie Williams in einem Video über Hannover geäußert: Nirgendwo auf dem europäischen Festland sei er bei seiner jüngsten Sommertournee so frenetisch von den Fans gefeiert worden und habe so viel Spaß gehabt wie in Hannover, sagt er und verspricht, deshalb jetzt 96 „supporten“ (unterstützen) zu wollen.

Bei Sekunde 34 im Video sagt er: „That becomes my favorite place in Germany“ – Hannover sei also sein neuer Lieblingsplatz in Deutschland. Schön für Hannover. Doch bei Sekunde 40 ändert sich der Ton. Von seiner Hotelsuite aus habe er einen Ausblick auf „some top of flats and garages“ gehabt, auf Dächer und Garagen also. Das sei, wenn man drei Tage während einer anstrengenden Tour dort wohne und gestresst sei, nun wirklich nicht schön gewesen.

Welches Hotel, um Himmels Willen, hatte sein Management ihm denn da gebucht? Das naheliegendste wäre gewesen, den Superstar nach einem Stadionkonzert gleich nebenan im Courtyard am Maschsee in die Kissen fallen zu lassen. Vom fünften Stock aus hätte er einen tollen Blick über den See gehabt. Keine Garagendächer weit und breit. Auch im Fünf-Sterne-Haus Kastens Hotel Luisenhof nahe der Oper war er nicht, ebensowenig bei Mussmann schräg gegenüber. Erst der Anruf beim Sheraton Pelikan an der Podbi bringt Klarheit. Aber Marketingchefin Claudia Seidel kann gar nicht fassen, was der Popstar über seinen Aufenthalt gesagt hat.

360-Grad-Ansicht: So sah Robbies Suite in Hannover aus:

„Williams hat in der schönen Suite im Turm über dem Pelikanplatz gewohnt“, sagt sie, „die Fenster gehen in drei Richtungen, man hat einen tollen Blick zur Innenstadt und auf die Eilenriede.“ Aber, ja, auch auf einen Garagenhof mit 20 Garagen und fünfstöckige Häuser mit Flachdächern. „Für die Architektur ringsherum können wir nichts“, sagt Seidel.

Musste der Superstar überhaupt aus dem Fenster schauen? Die 95 Quadratmeter große Suite, Zimmernummer 409, buchbar ab 650 Euro pro Nacht inklusive Frühstück, hat mit großzügigen Sofaecken, riesigem Fernsehschirm, luxuriöser Minibar und Kingsizebett viel zu bieten. Sogar der Teppich ist eine Besonderheit. Er zeigt, Reminiszenz an die Vergangenheit der Pelikan-Werke, stilisierte Tintenkleckse.

360-Grad-Ansicht: So sah Robbies Schlafzimmer in Hannover aus:

Doch Williams, gelegentlich eigenwillig bis launisch, wollte aus dem Fenster schauen. Nach Osten, auf die Pelikanstraße, bei Tag. „Wenn nachts die Lichter der Stadt leuchten, dann sieht man von der Suite aus den blau schimmernden Schriftzug am alten Fernsehturm“, sagt Pelikan-Marketingfrau Seidel. Und die Garagendächer, die sieht man bei Nacht gar nicht.

360-Grad-Ansicht: So sah Robbies Bad in Hannover aus:

Hier sehen Sie das Video:

Der Superstar kränkelt

Bei seiner „Heavy Entertainment“-Tour durch Europa hat Robbie Williams am 11. Juli in Hannover rund 45.000 in die HDI-Arena gelockt. Doch Anfang September musste der 43-Jährige seine Tournee abbrechen – drei Konzerte wurden abgesagt. In einem Interview hat er etwas von Übermüdung gesagt, es gibt auch Spekulationen über starke Rückenschmerzen, die ihn auch schon in Hannover plagten. Völlig unklar ist, ob er seine Australientour 2018 antritt.
Robbie Williams Lieblingsclub, Port Vale FC, ist in diesem Sommer in die viertklassigen League Two in England abgestiegen. Jetzt hat er öffentlich seine Liebe zu Hannover erklärt – und zu Hannover 96.

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