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Hannover Maker Faire: Tausende Besucher staunen über Erfindungen
Nachrichten Hannover Maker Faire: Tausende Besucher staunen über Erfindungen
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00:16 18.09.2018
Familienmesse: Die Maker Faire bietet auch einiges für Kinder. Quelle: Katrin Kutter
Hannover

Es ist eine der wichtigen Fragen unserer Zeit: Was ist ein Maker? In der Glashalle im hannoverschen Congress Centrum steht eine ganz einfache Antwort: „Ein Maker macht, ein Nichtmaker labert“ heißt es da handgeschrieben an einer Tafel. Wenn man sich auf der Maker Faire umschaut, kann man diese Definition nur zustimmen.

Es sind viele Macher gekommen, weit mehr als 100 Aussteller haben ihre Stände aufgebaut, wenige große wie Conrad oder die Autostadt. Viele kleine Start-ups sind dabei, die in mehreren Hallen und im Außenbereich zeigen was ihnen eingefallen ist – oder woran sie gerade arbeiten. Technisches, Handwerkliches, Nostalgisches, Praktisches, oder einfach Ideen, von denen man denkt: Warum ist darauf vorher niemand gekommen?

Zum Beispiel die Ein-Dollar-Brille. Zwei gebogene Drähte mit zwei Gläsern der Stärken -10 bis +10, ein bisschen Kunststoff für Nase und Ohren, fertig. Ein Hilfsprojekt für die Ärmsten der Armen. 150.000 Stück hat die Organisation Ein-Dollar-Brille aus Erlangen schon in Afrika, Asien oder Lateinamerika verteilt. Brigitte Weiss betreut in der Eilenriedehalle den Stand und erläutert staunenden Besuchern das Prinzip. „Wir decken 80 Prozent der Sehfehler ab“, sagt sie. Als gemeinnütziger Verein dürften sie nur in Entwicklungsländern arbeiten, sagt Weiss. Hier bilden sie Optiker aus, die die Versorgung der sehschwachen Menschen vor Ort übernehmen.

Junge Erwachsene sind in der Mehrheit auf der bestens besuchten Messe. Aber auch Ältere und Kinder sind dabei: Zu gucken gibt ja es auch einiges auf der Maker Faire. Ob es nun Blechmonster sind, die an frühere Ausgaben der Transformers erinnern, oder ein VW Käfer in der Eilenriedehalle, der aussieht wie ein fahrender Gartenzaun. Die güldenen, kunstvoll verzierten Applikationen ersetzen komplett die Karosserie und sind eines der begehrtesten Fotomotive auf der Messe. Problem an dem Gefährt: Es regnet rein.

Es werden nicht nur Produkte präsentiert, sondern auch Arbeitswelten, zum Beispiel die des hannoverschen Hafvens in der Nordstadt. Auch der Foodsektor ist gut vertreten. Ob es nun Burgerbräter sind oder die Anbieter von Frischgemüseboxen. Oder Otto vom House of Lakritz, der mit haufenweise schwarzem Kauwerk, auch zuckerfrei, viele Probierer und Käufer anlockt.

Wer es retromodern mag, stößt in der Glashalle auf die I-Telex-Group, bei der man zünftig per Telegramm chatten kann. Das Schöne: Der Stand macht Geräusche wie in einer Nachrichtenzentrale von 1958. Da bleiben dann vor allem die Älteren stehen und werden ein bisschen melancholisch.

Die Maker Faire hat auch am Sonntag noch geöffnet – von 10 bis 18 Uhr. Infos gibt es hier.

Von Uwe Janssen

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