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Hannover 700 Menschen in Wülfel eine Woche ohne Telefon
Nachrichten Hannover 700 Menschen in Wülfel eine Woche ohne Telefon
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00:48 26.04.2018
Eine Woche lang ging bei Karin Homann und bei vielen anderen Bürgern aus Wülfel das Telefon nicht.  Quelle: Katrin Kutter
Hannover

 Jetzt ist Karin Homann wieder zufrieden. Fast eine Woche war die 78-Jährige aus Hannover-Wülfel ohne Telefon, genauso wie bis zu 700 andere Hannoveraner im Umkreis, wie man ihr am Freitag vor einer Wochen an der Hotline der Telekom gesagt hatte. Dort sprach man nach Homanns Angaben von einer „Großraumstörung“, die noch gleich am Abend behoben sei werde, hieß es. 

Aber daraus wurde nichts. Homann, ihre Freundinnen, Nachbarn und Bekannte wählten in den darauffolgenden Tagen immer wieder die Nummer der Telekom – allerdings ohne Erfolg. „Abgesehen davon, dass man viele Geduld in der Warteschleife braucht, wir wurden immer wieder vertröstet und bekamen falsche Versprechen“, berichtet die Rentnerin. Die Leitungen der Festnetztelefon blieben tot.

Am unangenehmsten für die Rentnerin war aber, die Ansage, die während der Telekomstörung zu hören war, wenn Homanns Festnetznummer angerufen wurde. „Diese Rufnummer ist uns nicht bekannt, bitte rufen sie die Auskunft an“, war zu hören, berichtet die Hannoveranerin. „Das ist ganz schlimm“, sagt sie. „Manche meiner Freunde dachten schon, ich sei tot und das Telefon sei deswegen abgeschaltet worden.“

Homann musste sich dann noch ein neues Notrufsystem installieren lassen, damit die Rentnerin im Notfall schnell  Hilfe holen kann. Denn bisher lief das System über ihren Festnetzanschluss. Der neu geschaltete Notruf ruft die Hilfe auf Knopfdruck über das Mobiltelefon, ist aber natürlich teurer.

Tagelang tat sich nichts beim Telefonanschluss, bis Homann die HAZ einschaltet. Nachdem die Redaktion bei der Telekom nach der Ursache des Problems und der Dauer der Reparatur gefragt hatte, ging alles recht schnell. Nur wenige Stunden später klingelte bei Homann erstmals seit einer Woche wieder das Festnetztelefon. Der Mitarbeiter entschuldigte sich und berichtete Homann, das jetzt alles wieder in Ordnung sei. Grund für die Störung sei ein „abgesoffenes Hauptkabel“, nähere Angaben machte der Telekom-Mitarbeiter nicht. 

Auch die HAZ erfuhr nicht mehr. Zwar rief ein Unternehmenssprecher am Freitagnachmittag in der Redaktion an und berichtete, dass die Störung beseitigt sei, und die Kundin eine Gutschrift bekäme. Zur Ursache der „Großraumstörung“ könne er nichts sagen, weil er sich nur um den Einzelfall gekümmert habe, sagte der Sprecher. Und Und es gibt auch keine Erklärung, warum plötzlich alles so schnell repariert war. 

Von Mathias Klein

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