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Hannover 150.000 Euro: Falsche Polizisten erbeuten Wertsachen
Nachrichten Hannover 150.000 Euro: Falsche Polizisten erbeuten Wertsachen
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12:39 26.02.2018
Falsche Beamte haben in Kirchrode zugeschlagen. Quelle: Uwe Dillenberg/Symbolbild
Hannover

 Um Münzen und Schmuck im Wert von 150.000 Euro haben drei Trickbetrüger eine 83-jährige Seniorin gebracht. Die Männer hatten sich bereits am Donnerstagabend per Telefon bei der Frau gemeldet und sich als Polizisten ausgegeben. Sie erzählten der Seniorin, dass Schmuckdiebe festgenommen worden seien, die mit der Bank der Frau zusammenarbeiten. Als Vorsichtsmaßnahme forderten sie ihr Opfer auf, sämtliche Wertsachen aus ihrem Bankschließfach zu holen und an die vermeintlichen Polizisten zu übergeben. 

Als Treffpunkt für die Übergabe wurde die Tiergartenstraße (Höhe der Klinik Neu Bethesda) in Kirchrode um 12.45 Uhr ausgemacht. Am Telefon wurde zwischen den Männern und ihrem Opfer ein Übergabepasswort vereinbart. Sie übergab Schmuck und Münzen an den vermeintlichen Kriminalpolizisten. Als sie wenig später versuchte, die Trickbetrüger zurückzurufen und niemanden erreichte, wurde sie misstrauisch und informierte die „echte“ Polizei. 

Nun werden Zeugen gesucht, die die Übergabe an der Tiergartenstraße am Freitagmittag gegen 12.45 Uhr beobachtet haben. Der falsche Polizist, dem die Wertsachen übergeben wurden, soll mitteleuropäischer Erscheinung und ungepflegten Aussehens sein. Hinweise nimmt die Polizei unter (0511)-109-5555 entgegen. 

Die Masche der falschen Polizisten war bereits am vergangenen Donnerstag in Kleefeld erfolgreich: Dort hatten drei Trickbetrüger einen 69-Jährigen um 39.000 Euro gebracht. Auch in diesem Fall hatten die Trickbetrüger von einem vorherigen Einbruch berichtet und den Mann überzeugt, seine Ersparnisse aus seinem Bankschließfach zu holen. Die übergab er anschließend an einem vereinbarten Treffpunkt. 

Die Polizei warnt vermehrt vor Trickbetrügereien falscher Beamter:  Vermögensverhältnissen, Kontoverbindungen oder anderen persönlichen Daten sollen auf keinen Fall am Telefon weitergegeben werden. Auf Geldforderungen oder die Übergabe von Wertgegenständen darf nicht eingegangen werden. 

Von Manuel Behrens

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