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Hannover Das sollten Sie beim Weihnachtsbaum-Kauf beachten
Nachrichten Hannover Das sollten Sie beim Weihnachtsbaum-Kauf beachten
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00:15 09.12.2018
„Nur mal gucken“: Katharina Surrey und Johanna Drescher am Weihnachtsbaum-Verkaufsstand an der Geibelbastion. Quelle: Foto: Heidrich
Hannover

Geschätzt mehr als 200 000 Weihnachtsbäume werden in den kommenden Wochen wieder in Hannover und Umland gekauft – und die meisten Kunden werden dafür etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Um 1 bis 2 Euro höher falle der Preis pro Baum in diesem Jahr aus, sagt Detlef Nötel, Betreiber von vier Plantagen und 40 Verkaufsstellen in der Region. Wegen des extrem trockenen Spätsommers habe man teils sogar mit Trinkwasser wässern müssen, zusätzlich seien die Kosten für Arbeitskräfte gestiegen. Die Preiskalkulation ist im Raum Hannover bei allen Anbietern unterschiedlich. Meterpreise liegen meist zwischen knapp 20 und 30 Euro, normale Bäume gibt es in der Regel zwischen 25 und 50 Euro.

Aber wird man in diesem Jahr lange Freude an seinem Tannengrün im Wohnzimmer haben? Oder lässt die Trockenheit die Nadeln schneller fallen? „Wirklich wissen kann das keiner“, räumt der 58-Jährige ehrlich ein: „So einen trockenen Sommer haben wir noch nie erlebt.“ Die Nordmanntanne aber sei extrem robust, „drei Wochen hält die im Wohnzimmer mit Sicherheit durch.“ Wer jetzt schon kaufe, den Baum aber noch nicht aufstelle, müsse ihn aber unbedingt im Freien lagern – die Wärme führt sonst zu verfrühtem Nadelfall.

Wegen des ungewöhnlichen Spätsommers haben Nötels Mitarbeiter aus Brunnen und Tankwagen große Mengen Wasser an die Bäume gebracht – und trotzdem nicht verhindern können, dass 90 Prozent der in diesem Frühjahr gepflanzten Jungbäume vertrocknet seien. „Im Oktober mussten wir nachpflanzen.“ Etwa 9000 Bäume sind verloren gegangen.

Wo gibt es schon Weihnachtsbäume?

Seit Ende November ist der Weihnachtsbaumverkauf auf dem Schützenplatz geöffnet, seit dieser Woche auch der am Maschseeufer, und bis zum 14. Dezember öffnen nach und nach auch die weiteren gut 20 Verkaufsstellen im Stadtgebiet Hannover und Dutzende weitere im Umland. Eine Übersicht über alle Standorte finden Sie auf der Seite www.weihnachten-in-hannover.de im Internet. Dort ist auch ein guter Überblick über die Öffnungszeiten der regionalen Weihnachtsmärkte zu finden.

Noch läuft das Geschäft verhalten an. Seit Ende November ist das Verkaufsareal auf dem Schützenplatz geöffnet, auch am Maschsee ist der Stand jetzt eingerichtet, fast täglich kommen weitere Plätze hinzu. Wer mag, kann auf mehreren Selbstfällerplantagen im Umland eigenhändig die Säge ansetzen – und seit 2017 auch wieder auf einer im Stadtgebiet: Nötel hat nach achtjähriger Pause seine Plantage an der Stelinger Straße in Stöcken wieder geöffnet. „Wir haben den gesamten Bestand dort neu angepflanzt“, verrät der Firmenchef.

An der Geibelbastion nutzen Katharina Surrey und Johanna Drescher einen sonnigen Maschseespaziergang mit ihren beiden Neugeborenen Matilda und Lotta, um sich in dem aufgebauten Tannenwald umzuschauen. „Ich habe aber bereits eine Mini-Tanne gekauft“, verrät Surrey. Und so bescheren sie dem Mitarbeiter keine Arbeit. „Der Ansturm kommt ohnehin erst in den letzten zwei Wochen vor dem Fest“, sagt er und zurrt die Lichterketten an seinem Standplatz etwas fester.

Wer einen Weihnachtsbaum sucht, kann bei manchen Förstern direkt im Wald nach einem passenden Exemplar suchen. So geht’s.

Macht es denn Sinn, seinen Baum frühzeitig zu kaufen? Da gehen die Meinungen auseinander. Viele stellen ihren Weihnachtsbaum als Adventsbaum schon früh in die Stube, weil sie so die Vorfreude aufs Fest genießen – und schmücken ihn gleich nach Weihnachten wieder ab. Traditionalisten schaudert es da, schließlich darf der Weihnachtsbaum eigentlich erst Heiligabend in voller Pracht erscheinen. Fest steht: Wer später kauft, hat weder weniger Auswahl, noch muss er sich Sorgen machen, dass der Baum schon zu lange Zeit abgesägt ist. „Die Bäume in den Baumärkten sind zwar meist schon im Oktober gefällt“, sagt Nötel, „bei uns aber geht die Ernte der Bäume bis zum 18. Dezember.“ So lange also wird frischer Nachschub nachgeliefert – und die Auswahl bleibt groß.

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Von Conrad von Meding

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