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Hannover Moos für die Vahrenwalder Straße
Nachrichten Hannover Moos für die Vahrenwalder Straße
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12:00 04.11.2018
Solche Mooswände sollen nach dem Willen des Bezirksrats Vahrenwald-List in Zukunft für saubere Luft sorgen. Quelle: Foto: dpa (Archiv)
Vahrenwald-List

Die sogenannten City-Trees von enercity sind vom Tisch, der Bezirksrat Vahrenwald-List möchte dennoch durch Pflanzeneinsatz zur Luftverbesserung beitragen. Die CDU hat einen entsprechenden Antrag in den Haushalt eingebracht. Danach fordert die Fraktion das Aufstellen von Mooswänden, um Schmutzpartikel leichter aus der Luft zu filtern. Auf der Mittelinsel der Vahrenwalder Straße sollen demnach im Abschnitt zwischen Hamburger Allee und Werderstraße Mooselemente mit einer maximalen Abmessung von jeweils drei Metern Länge und 2,50 Metern Höhe aufgestellt werden. Gleichzeitig soll in diesem Bereich die Schadstoffbelastung insbesondere auf Feinstaub fortlaufend gemessen werden.

„Immer wieder ist die Luftbelastung an viel befahrenen Straßen ein Thema“, erläuterte CDU-Fraktionschef Lars Pohl auf der jüngsten Sitzung des Bezirksrats. Da die Stadt immer noch ihren längst angekündigten Luftreinhalteplan unter Verschluss halte, soll mit diesem Modellprojekt an einer besonders belasteten Stelle im Stadtbezirk die Wirksamkeit von Mooswänden zur Luftreinhaltung auch in Hannover getestet werden. „Zur Finanzierung sind auch Zuschüsse aus Bundesmitteln heranzuziehen“, sagte Pohl. Der Antrag wurde mit zwölf Jastimmen beschlossen, allein die Grünen-Fraktion stimmte gegen den Moostest – die Stadtteilpolitiker sind von dem Effekt der grünen Wände nicht überzeugt.

Der Vorstoß von enercity, mit moosigen Flächen an markanten Plätzen für Werbung und Feinstaubverringerung zu sorgen, ist nach einigem Hin und Her vom Tisch. Hintergrund der umweltfreundlichen Mooswände mit Bank war ein neuer Tarif für Gas und Strom des Unternehmens, mit dem Klimaschutzprogramme gefördert werden. enercity-Mitarbeiter haben das Umweltschutzprojekt den Bezirksräten vorgestellt und stießen auf geteiltes Echo. Während die Stadtteilpolitiker in Mitte der grünen Wand nicht ganz vorbehaltlos gegenüberstanden, gab es in Vahrenwald-List damals noch ein einstimmiges Votum für das Projekt. Doch schließlich scheiterte es auch seitens der Stadtpolitik an der Standortsuche. Neutrale Mooswände ohne kommerziellen Hintergrund haben da vielleicht eine größere Chance.

Von Susanna Bauch

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