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Hannover Stadtteil verwandelt sich in einen Flohmarkt
Nachrichten Hannover Stadtteil verwandelt sich in einen Flohmarkt
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00:15 10.09.2018
Stadtteilflohmarkt in Döhren Waldheim Quelle: Robin Beck
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Waldheim

In Waldheim fand am vergangenen Wochenende der 3. Stadtteilflohmarkt statt. Mitmachen konnten alle Bewohner, bunte Luftballons kennzeichneten einen Verkaufsstand. Die Initiatoren Nina und Torsten Eckhof freuten sich über den weiter gewachsenen Zuspruch im Viertel.

„Die Idee dazu entstand 2011, als wir einen Garten-Flohmarkt veranstalteten“, sagt Nina Eckhof. Das habe den Anwohnern so gut gefallen, dass sie am liebsten alle mitgemacht hätten. 2014 wurde daraufhin der erste Stadtteilflohmarkt ins Leben gerufen. Das Ehepaar Eckhof organisiert das Ganze damals wie heute. Nach Anfrage zur Teilnahme ist eine Anmeldegebühr zu entrichten, wenn man einen Stand eröffnen will. Dieser Beitrag finanziert die Werbung, die vorab geschaltet wird, zudem werden davon Flyer und Laufzettel gedruckt, auf denen alle Teilnehmer eingezeichnet sind. In diesem Jahr sind 105 Anmeldungen bei den Eckhof’s eingegangen. „Wenn Geld übrig bleibt, spenden wir den Rest an den Kindergarten Waldheim“, erklären die beiden ihr Vorhaben.

Besonderes Highlight in diesem Jahr ist wohl das Haus von Heiko Michael. Der Kunstbegeisterte hat sein Wohnzimmer sowie die Küche zu einem kleinen Atelier umgestaltet. An den Wänden hängt eine Ausstellung von Benjamin Nachtwey, einem Künstler aus Düsseldorf. Die Motive der Ausstellung „Tankstellen, Wälder, Unterhölzer“ sind Tankstellen bei Nacht oder auch das Dichte Grün eines Waldes. „Der Künstler bewegt sich hier aus der Stadt in die Natur“, erklärt Michael die Bilder. Allerdings wolle man mehr den Menschen die Kunst näherbringen als um die Bilder feilschen, diese seien ja auch keine „Flohmarktartikel“. Ein Käufer hat sich dann doch noch gefunden für ein Tankstellen-Gemälde.

Viel wichtiger als das Einnehmen von großen Geldbeträgen ist jedoch das Miteinander. Die Menschen erkunden die Nachbarschaft, Kinder versuchen mit Kreide-Hinweisen mehr Käufer zu locken und wer nichts abzugeben hat, bietet Waffeln, Crepes, Kuchen oder Kaffee für kleines Geld an. „Es soll für die Familien ohne großen Aufwand sein und die Nachbarn sollen sich kennenlernen und etwas zusammenrücken“, sagt Torsten Eckhoff. Und genau das passiert dann auch in dem großen Garten der Eckhof‘s, der voll mit Zelten und antiquierten Fundstücken ist. Ein Trio kommt rein, sucht sich ein Plätzchen und fängt einfach an, Musik zu machen. Mit E-Gitarre und umgehängten Verstärker, einem Shaker und einem Cajon (eine Kistentrommel) spielen die jungen Männer locker lässig drauf los. Sowohl die Flohmarktgründer als auch das neu gewonnene Publikum sind überrascht – und wollen die „Nordstadt-Jungs“, wie sie sich später vorstellen, dann am liebsten gar nicht mehr weiterziehen lassen. „Wenn gelacht wird, ist das einfach das schönste“, sagt Torsten Eckhof und muss bei dem Auftritt der unangekündigten Musiker selbst grinsen.

Der Stadtteilflohmarkt findet alle zwei Jahre statt. Wer es dieses Jahr verpasst hat, bekommt also 2020 die Chance, an der dann vierten Auflage teilzunehmen. „Es soll sich irgendwann einfach verselbstständigen“, wünschen sich Inititoren Nina und Torsten Eckhof.

Von Robin Beck

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