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Hannover Verdi will am Donnerstag in Hannover streiken
Nachrichten Hannover Verdi will am Donnerstag in Hannover streiken
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20:49 05.04.2018
Wie beim Warnstreik Mitte März werden auch am kommenden Donnerstag in Hannover keine Bahnen fahren.  Quelle: Dröse
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Hannover

 Die Gewerkschaft Verdi will am nächsten Donnerstag (12. April) zum zweiten Mal innerhalb von vier Wochen Teile des öffentlichen Lebens in Hannover, im Umland sowie in zahlreichen weiteren niedersächsischen Städten mit einem ganztägigen Warnstreik lahm legen. In Hannover sind dann unter anderem die Mitarbeiter der Üstra, der Müllabfuhr und der Stadtreinigung, der städtischen Kitas, der Stadtverwaltung sowie des Regionsklinikums zum Streik aufgerufen, bestätigt Verdi-Sprecher Matthias Büschking.

Wie schon beim Warnstreik Mitte März werden in Hannover weder Busse noch Bahnen der Üstra fahren. Die Müllwerker holen am Donnerstag in Stadt und Land keinen Abfall ab und die 42 städtischen Kitas in Hannover bleiben geschlossen. Beim Regionsklinikum wird derzeit mit Verdi an einer Notdienstvereinbarung gearbeitet, damit die Versorgung der Patienten trotz der Arbeitsniederlegungen gewährleistet ist. Möglicherweise müssen am Klinikum für Donnerstag geplante Operationen auf einen anderen Tag verschoben werden. Der Flughafen Hannover-Langenhagen wird nicht bestreikt, dort gibt es inzwischen einen Tarifvertrag. 

Kundgebung mit Verdi-Chef Bsirske

Zur zentralen Kundgebung um 11.30 Uhr auf dem Opernplatz erwartet Verdi mehr als 10.000 Teilnehmer. Hauptredner ist der Verdi-Bundesvorsitzende Frank Bsirske. Wegen des Stillstands bei der Üstra und den Demonstrationszügen, die von der HDI-Arena und der Goseriede jeweils zum Opernplatz führen, ist den gesamten Vormittag über mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. 

Verdi fordert für die Beschäftigten beim Bund und bei den Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro. Die Arbeitgeber lehnen das ab. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 15. und 16. April.

Abiturienten: Streikpläne sind „rücksichtslos“

Unterdessen bezeichnen hannoversche Abiturienten die Streikpläne als „völlig rücksichtslos“, wie die 18-jährige Hannah-Reuter sagt. Die Schülerin der Leibnizschule schreibt am Donnerstag ihre Abiturklausur im Fach Politik und weiß noch nicht, wie sie zur Schule kommen soll. Mit dem Fahrrad sei ihr das vor der fünfstündigen Klausur zu weit. Verdi könne auch zu einem anderen Zeitpunkt streiken, meint die Abiturientin.

Weiterlesen: Alles zum Streik in Hannover

Von Mathias Klein

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