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Hannover „Erfolg für Hannover“
Nachrichten Hannover „Erfolg für Hannover“
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00:19 30.09.2018
Wilhelm Krull, Generalsekretär der Volkswagen-Stiftung. Quelle: Rainer Droese
Hannover

Wilhelm Krull, Generalsekretär der Volkswagenstiftung, gehört zu den intimen Kennern der Hochschullandschaft in Deutschland. Die Stiftung ist die größte private Fördereinrichtung für Forschung.

Herr Krull, was bedeutet das Ergebnis für Hannover als Forschungsstandort?

Ich kann Hannover nur gratulieren. Leibniz-Universität und Medizinische Hochschule haben mit vier Clustern eine hervorragende Ausgangsposition zur Bewerbung als Exzellenzuniversität. In Norddeutschland sind daneben nur noch Hamburg und Kiel im Rennen, da Göttingen bedauerlicherweise heraus gefallen ist. Für Hannover bedeutet das jetzt noch einmal, die Ärmel aufzukrempeln und eine intelligente und innovative Strategie zur Zusammenarbeit zu entwickeln.

Haben Sie mit diesem Ergebnis im Exzellenzwettbewerb gerechnet? Ausgerechnet das renommierte Exzellenzcluster Rebirth der Medizinischen Hochschule Hannover erhält keine Förderung mehr.

Damit konnte man nicht rechnen, zumal die Gutachter nach dem Besuch ihre Begeisterung für die bisherige Leistung und die neuen Ziele zum Ausdruck gebracht haben. Ich denke, das ist Ergebnis des weiteren Aushandlungsprozesses. Ich bedauere es natürlich sehr. Für Haverich und seine Kollegen tut es mir leid. Aber ich gehe davon aus, dass sie nicht die Flinte ins Korn werfen und andere Förderung finden. Dieser herausragende Schwerpunkt wird sicher weiter gepflegt.

Wie stark mischen sich die Wissenschaftsminister von Bund und Ländern im Auswahlverfahren ein?

Ich glaube nicht, dass die Politik ein Cluster hoch- oder herunterreden kann. Das lässt sich die Wissenschaftlergemeinschaft nicht nehmen. Aber die Auswahl von 57 statt 48 Clustern kann nur mit Zustimmung der Politiker erfolgen.

Wie wichtig ist die Exzellenzstrategie für Forschung in Deutschland?

Es ist damit in zehn Jahren gelungen, die Sichtbarkeit der herausragenden Institutionen international anzuheben. Aber es stellt sich die Frage: Ist diese projektförmige Förderung wirklich der Weg, damit die deutschen Universitäten international auf Augenhöhe anerkannt werden? Besonders, da sich die Irritation ergibt, dass einige renommierte Universitäten nicht vorkommen.

Von Bärbel Hilbig

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