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Hannover Initiative „Luft für Limmer“ will Plätze erobern
Nachrichten Hannover Initiative „Luft für Limmer“ will Plätze erobern
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00:24 01.06.2018
Transparente prangen zur Aktion „Luft für Limmer“ an der Wunstorfer Straße, unter anderem „Stoppt den Durchgangsverkehr“. Quelle: privat
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Limmer

Auch der zweite Aktionstag der Initiative Luft für Limmer war wieder gut besucht: Bis zu 50 Anwohner und Interessierte trafen sich am Montagnachmittag an der Wunstorfer Straße auf Höhe Tegtmeyers Hof, um für sauberere Luft und gegen die Verkehrsbelastung im Stadtteil zu demonstrieren.

Nachdem es in der Vorwoche Kritik von Limmeraner Geschäftsleuten gegeben hatte, die Sorge äußerten, eine Reduzierung des Verkehrs auf der Wunstorfer Straße oder sogar eine Sperrung werde zu weiteren Umsatzeinbußen in den lokalen Geschäften führen und Existenzen bedrohen, hatte die Initiative ein weiteres Plakat installiert mit der Aufforderung, Stadtteilbewohner sollten in Limmer einkaufen und nicht im Internet. Keineswegs gehe es darum, die Wunstorfer Straße komplett für den Autoverkehr zu sperren, sagte Mitinitiator Klaus Kokemoor. „Wir fordern aber, dass der Durchgangs- und vor allem der Lkw-Verkehr weniger wird – wer ein Anliegen in der Wunstorfer Straße hat, soll weiter hindurchfahren dürfen“, sagt Kokemoor.

Allerdings schlagen die Anlieger vor, das Land möge die Bundesstraße 441 verlegen, die derzeit von Seelze/Ahlem durch die Wunstorfer Straße führt. Sie solle vielmehr über Carlo-Schmidt-Allee, Davenstedter und Fössestraße zum Westschnellweg führen. Anlass ist der Neubau des Wohngebiets Wasserstadt Limmer, in dem langfristig bis zu 3500 Menschen leben sollen, die ebenfalls die Wunstorfer Straße benutzen müssen. Plänen, die Stadtbahntrasse der Linie 10 an die Wasserstadt zu verlegen, hat die Region eine Absage erteilt, nachdem Gutachter die Unwirtschaftlichkeit nachgewiesen hatten.

Die Initiative will jetzt zunehmend auf positive Signale setzen. So wolle man sich die Plätze im Stadtteil zurückerobern, sagt Kokemoor. Tegtmeyers Hof sei sehr lebendig und menschenfreundlich an dem Tag gewesen – „die Autos waren eher ein Störfaktor“. Der Protest bestand vor allem darin, mit Plakaten über die Ampelüberführung zu spazieren. „Wir werden weitermachen“, hieß es nach der Aktion.

Von Conrad von Meding

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