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Hannover Zeichen stehen auf Neubau der MHH
Nachrichten Hannover Zeichen stehen auf Neubau der MHH
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Soll durch einen Neubau ersetzt werden: die MHH. Quelle: Silas Stein/dpa
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Hannover

Teile der der Medizinischen Hochschule Hannover müssen neu gebaut werden. Das ist das Ergebnis eines Expertengutachtens, das am Freitagmittag in Hannover vorgestellt wurde. Ob auf dem bisherigen MHH-Gelände an der Karl-Wiechert-Allee oder am Stadtfelddamm gebaut werden soll, ist noch unklar.

Die Bauzeit schätzen die Experten auf 7 bis 10 Jahre, wobei der Neubau am Stadtfelddamm voraussichtlich schneller fertig wäre, weil keine anderen Gebäude abgerissen werden müssen, wie auf dem derzeitigen MHH-Gelände. Sollte auf dem bisherigen Areal gebaut werden, würde ein neues, zentrales Klinikgebäude im Bereich der derzeitigen Parkfläche zwischen den MHH-Gebäuden und der Karl-Wiechert-Allee entstehen.

Eine Entscheidung, wo gebaut werden soll, soll bis zum Jahresende fallen. Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic rechnet mit dem Baubeginn für Mitte 2019.Sie zeigte sich überzeugt, dass der Zeitplan auch nach einem möglichen Regierungswechsel eingehalten werden kann.

Eine Sanierung der vorhandenen Gebäude schließen die Experten wegen der damit verbundenen hohen Kosten aus. Außerdem gebe es in diesem Fall auch Probleme mit der modernen Medizintechnik, die sich wegen der zu niedrigen decken nicht immer unterbringen lassen.

Verworfen haben die Experten auch den Neubau der Zentralklink im sogenannten Patientengarten in der MHH direkt neben dem derzeitigem Bettenhaus. Bei dieser Variante müssten aus Platzgründen Teile des Bettenhauses abgerissen und rund 400 Patienten alternativ untergebracht werden. Deshalb gilt auch diese Variante als nicht machbar.

mak/sbü

Die MHH

An der MHH sind derzeit rund 10.000 Mitarbeiter beschäftigt, davon arbeitet etwa jeder siebte im ärztlichen Dienst. 63.752 Patienten wurden 2016 stationär behandelt, ambulant gab es 466.107 Behandlungsfälle.

Die Betriebserträge lagen im vergangenen Jahr nach Angaben der Hochschule ohne Landeszuschüsse bei 727,9 Millionen Euro. Das Land bezuschusste Forschung und Lehre mit 192,1 Millionen Euro, die Drittelmitteleinwerbung lag bei 82,5 Millionen Euro. Die Klinik bietet das gesamte Spektrum der medizinischen Behandlung an, wobei die Transplantationsmedizin mit den angrenzenden Fächern der Immunologie ein Schwerpunkt ist.

 

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